Ozon enthemmt und sorgt für Insektenschwund – #Umweltschutz

Im Artikel „Stadtluft macht hemmungslos“ (Nachrichten aus der Chemie, 72, September 2024, S. 112) wird über den Einfluss von Ozon auf der Paarungsverhalten von Fliegen berichtet. Ozon kommt im Sommer durch Autoverkehr in Deutschland an vielen Stelle vor.

In Studien konnte gezeigt werden, dass die „Stadtluft“ dazu führen, dass männliche Fliegen miteinander rummachen. Die Bild-Nichtzeitung würde hier vermutlich Titeln: „Macht Ozon Homosexuell?“. Dass die männlichen Fliegen miteinander rummachen liegt daran, dass wohl die Geruchsstoffe, welche dies normalerweise unterbinden nicht mehr wahrnehmbar sind. Auch scheinen Fliegen durch Ozon sich eher mit anderen Fliegenarten fortzupflanzen, was allerdings oft Nachkommen erzeugt, die nicht fruchtbar sind.

Sprich unfruchtbare Nachkommen sorgen für weniger Insekten und Populationen können einbrechen, was natürlich die Nahrungskette unterbricht.

Auch wenn der Artikel in den Nachrichten aus der Chemie eigentlich eher mit einem Schmunzeln zu lesen ist, deutet hier vieles darauf hin, dass der Verbrenner eine Bedrohung für den Artenschutz ist. Die Substanzen, welche im Sommer für Ozon in der Luft sorgen, kommen oft aus dem Auspuff.

Da die 39. BImSchV auch den Punkt Ozon und Umweltschutz aufführt stellt mir die Frage, ob man nicht darauf basierend wegen dem Insektenschwund den Verbrennerverkehr in Städten einschränken könnte. Denn der Grenzwert für die Natur ist niedriger, als für den Menschen.

Distel in einer Baumscheibe, als Naturreste in der Stadt

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