Die Polizei Duisburg hat einen Bericht geschrieben zu sog. Unfällen in 2025.
Ein direkter Vergleich erfolgt am Anfang nur mit dem Vorjahr, was allerdings keinerlei Aussagekraft hat, da so viele Variablen schwanken, dass quasi nicht vorhersehbar ist, wann und wo ein konkretes Ereignis eintritt. Sicher ist nur, dass es immer wieder Menschen getötet und verletzt werden, weil die verantwortlichen Behörden ihre Arbeit nicht richtig machen. Erst später gibt es einige Tabellen, die allerdings nur bedingt erläutert werden.
Aus statistischen Schwankungen im Vergleich zum Vorjahr können jedenfalls keine Schlüsse gezogen werden. Dazu müssten alle Einzelfälle analysiert werden.
Bezeichnend ist, dass die Polizei sich wohl primär nur um konkrete Fälle kümmert, also wenn etwas passiert ist und scheinbar auch nur Maßnahmen für die konkrete Stelle ableitet. Dabei übersieht die Polizei natürlich völlig, dass ähnliche Rahmenbedingungen auch an anderen Stellen vorkommen und damit eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass dort ein vergleichbarer Fall eintreten kann. Aus dem Umstand, dass es an einer Stelle bisher keine Toten und Verletzten gegeben hat, kann man rein gar nichts ableiten.
Auch die Formulierungen im Bericht sind fehlerhaft, so werden Formulierungen, wie „kamen zu Tode“ verwendet, die völlig davon ablenken, dass es einen Täter gab, welcher den Tod verursacht hat. Dabei sind sog. Unfälle keine Strafen von einem höheren Wesen, sondern Fehlverhalten, Politikversagen und Behördenversagen.
Die sog. tödlichen Unfälle, werden zwar aufgeführt, allerdings werden keine Schlüsse daraus für die Prävention gezogen. Wobei man ja schon deutlich früher ansetzen muss und nicht erst wenn es tödlich endet. Es darf nicht einmal zu leichten Verletzungen kommen. Man muss schon bei Beinahe“unfällen“ ansetzen, also Stellen, wo Menschen sich immer wieder nicht an Regeln halten.
Unter Prävention stellt sich die Polizei u. a.:
„Hierbei wurden die Schülerinnen und Schüler für das Benutzen eines Fahrradhelmes und die Sichtbarkeit auf Fahrrädern in der dunklen Jahreszeit sensibilisiert.“
vor. Auch über den „Toten Winkel“ will man mit Sprühkreide belehren, statt die Gefährdung möglichst zu reduzieren, denn wenn keine LKW dort lang fahren und die Verkehrsströme getrennt werden, kann eine potentielle Gefährdung drastisch reduziert werden. Hier wäre es definitiv wirksamer den LKW-Verkehr erheblich einzuschränken.
Das Raserkontrollen auch Prävention sind, wird bei den Kampagnen nicht einmal erwähnt. Jegliche Durchsetzung der Verkehrsregeln ist Prävention, um so schlimmer finde ich, dass keine oder kaum eine Kontrolle der der Abbiegegeschwindigkeit oder des Mindestabstandes stattzufinden scheint.
Eine Ableitung aus der Haupt“unfall“ursache ‚überhöhte Geschwindigkeit‘ gibt es nicht, obwohl sich damit schon viele Probleme beheben lassen. Zumal einige Punkte, die ebenfalls unter überhöhte Geschwindigkeit falle, separat aufgeführt werden.
Brauchbare Maßnahmen der Polizei Duisburg kann ich nicht erkennen. Glitzerkleidung zu empfehlen, wenn das Problem am Steuer des KFZ sitzt ist so wie Stoffeinhörner zu empfehlen. Verkehrsplacebo, das keinerlei belegbare Wirkung hat, im Verkehr gibt es nicht einmal einen Placeboeffekt.
