Die Reformen der Krankenkassen von SPD und CDU ist völlig inakzeptabel. Man macht lieber Abstriche bei der Versorgung, als dort anzusetzen, wo es notwendig ist.
Da wäre natürlich erst einmal die Drogenbranche, welche Produkte auf den Markt wirft, die sich besonders an Jugendliche richtet, um diese dauerhaft zu binden. Seien es nun die Drogen Alkohol oder Nikotin. Die Folgekosten sind erheblich und diese Kosten trägt die Allgemeinheit. Dabei könnte man hier eine Umlage, an alle Unternehmen, welche am deutschen Markt verkaufen wollen einführen, welche direkt in die gesundheitlichen Folgekosten fließen. Sprich nicht die Allgemeinheit würde die Kosten tragen, sondern die Drogenbranche.
Zucker ist zwar nicht als Droge eingestuft, macht aber auch süchtig. Andere Länder machen es längst vor. Die Regierung lehnt aber eine Zuckersteuer ab, weil diese wohl die Bauern verärgern würde und gerade die CDU lieber macht, was die Bauern wollen, als was gut für Deutschland ist. Zucker hat schwerwiegende Folgekosten, welche aktuell die Allgemeinheit trägt. Ob nun Zuckersteuer oder 19 Prozent Mehrwertsteuer auf ungesunde Lebensmittel wäre beides möglich.
Dazu kommt noch Bewegungsmangel, was aber auch kein Wunder ist, denn schließlich wird das KFZ in Deutschland massiv gefördert, sodass viele selbst kurze Strecken mit dem KFZ zurücklegen. Allein schon aus Gesundheitsgründen ist jede Strecke, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt wird, ein Gewinn. Allerdings laden viele Wege nicht ein zu Rad- und Fußverkehr. Im Gegenteil, teilweise schrecken diese sogar ab.
Verkehrsverletzte sorgen für hohe Folgekosten. Statt Vision Zero wird in Deutschland rasen gefördert, was mit Toten und Verletzten einhergeht. Auch anderes Fehlverhalten wird nicht konsequente verfolgt und geahndet. Stattdessen werden Blitzer als Abzocke verunglimpft, dabei dienen Blitzer der Disziplinierung und der Prävention. Und auch Tempo 30 in Städten würde sicherlich viele Verletzungen verhindern oder vermindern. Auch ein Tempolimit auf Autobahnen würde helfen.
In Summe würde durch Prävention definitiv mehr eingespart werden als durch die jetzt geplanten Maßnahmen, allerdings weigert sich die konfliktscheue deutsche Politik dort anzusetzen, wo es notwendig ist. Sprich statt gesundheitlicher Prävention sind viele Rahmenbedingungen auf eine ungesunde Lebensweise ausgerichtet. Ja diese wird sogar massiv bezuschusst. Mangelhafte Prävention an so vielen Stellen ist der Grund für hohe Kosten und nicht ein Hautkrebsscreening, was angeblich nichts bringt. Wir brauchen deutlich mehr Prävention, statt Rasermentalität. Und auch gegen ein Schulfach, dass sich mit gesunder Lebensweise beschäftigt wäre durchaus sinnvoll.