#Duisburg: Grüne fürchten sich vor klarer Position – #Parkplatz #Fahrrad

Drucksache 26-0503 „Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die GRÜNEN: Verkehrs- und Radwegekonzept 6-Seen Wedau, hier: Grundlagenverbesserung für den Rad- und Fußverkehr“ warum die Grünen nicht so gut ankommen. Statt eine klare Position zu Gunsten von Rad- und Fußverkehr zu beziehen, will man lieber Grünflächen opfern.

Wenn man das mit Paris vergleicht, wo klare Kante, was man anstrebt warum und warum das gut ist, haben die Grünen in Deutschland zu viel Angst vor öffentlicher Meinung und wollen deshalb keine Position beziehen. Lieber seichte Kuschelwohlfühlatmosphäre. Bloß damit schafft man nicht die notwendigen Veränderungen, sondern verkauft sich unter Wert. Kann man natürlich machen, aber dann darf man sich nicht wundern, wenn Popolisten Zulauf gewinnen. Und die Grünen müssen endlich mal kapieren, dass man niemals allen gefallen kann. Im Gegenteil es wird immer ein paar Laute geben, denen man es definitiv nie recht machen wird. Deshalb sollte man dies auch gar nicht erst probieren.

Konkret beziehe ich mich hier auf diesen Teil des Antrags:
„Gehwegverbreiterungen entlang der Haupterschließungsstraßen A und B auf
möglichst 4 Meter, z.B. durch Verkleinerung der jeweils seitlichen Grünfläche entlang des Straßenverlaufs
Einführung von Bodenmarkierungen mit Fahrrad-Piktogrammen auf der Hälfte der
verbreiterten Gehwege, um Radfahrenden eine vom Autoverkehr getrennte, sichere
Wegemöglichkeit anzubieten“
Es ist hier sehr offensichtlich, dass bewusste der Begriff Parkplatz vermieden wurde, obwohl es genau darauf hinausläuft. Und Mischwege taugen nichts. Es braucht sowohl Abstand zu KFZ-Verkehr, wie auch zu Fußverkehr. Aber anstatt hier klar zu sagen, dass Parkplätze nicht notwendig sind, stützen auch die Grünen einmal mehr die AUTOkratie. Die Beton-Brummbrumm-Fraktion wird dem eh nicht zustimmen.

Und die von SPD und CDU gesteuerte Verwaltung wird eher wieder massig Ausreden erfinden, warum das nicht geht. Da hätte man das wenigstens für eine klare Positionierung nutzen können. Niemand ist damit geholfen Parkplätze in Duisburg zu retten, wenn Duisburg in ein paar Jahrzehnten unterhalb des Meeresspiegels liegt. Das muss man den Leuten auch einfach mal so klar sagen. Mit geschonten Gefühlen verbessert man gar nichts. Mit Ehrlichkeit und klarer Ansage hat man zumindest eine Chance. Und wenn die Kommunalregierung ein Verkehrskonzept ablehnt, kann man selbst eins aufstellen.

Sinngemäß wurde nicht ohne Grund im Film Cycling Cities gesagt, dass wenn man Angst vor Widerstand hat nichts in der Politik zu suchen hat.

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