Was muss eigentlich passieren, damit die Stadt Duisburg Maßnahmen ergreift und keine Giftstofftransporte durch Wohngebiete stattfinden? Am 05.07.2024 (früher Abend) dokumentierte ich den Gefahrguttransport des krebserregenden Giftstoffes 4,4′-Diaminodiphenylmethan (PDF) durch die Tempo-30-Zone der Behringstraße. Eine enge teilweise einseitig zugeparkte Straße mit Wohnbebauung und Kita, also definitiv keine Transitroute für Gefahrgut.
Da es sich um einen Tankcontainer mit Beheizung handelt und der Schmelzpunkt von 4,4′-Diaminodiphenylmethan bei 92 °C liegt, kann man davon ausgehen, dass es hier neben den stofflichen Gefahren auch noch eine Verbrennungsgefahr gab.
LKW nehmen immer wieder die Behringsstraße, weil der Stadt Duisburg die Bevölkerung nicht am Herzen liegt. Dabei wäre es ein leichtes den Auftrag der Bezirksvertretung von 2015 endlich mal umzusetzen und die Ampelschaltung so zu optimieren, dass LKW nicht mehr ewig warten müssen. Und wenn man das nicht will muss die Behringstraße halt für LKW gesperrt werden. Gefahrguttransporte haben nichts in Wohnbereichen zu suchen. Genau dafür gibt es die Logistikrouten.
Die Argumentation, dass es nur wenige LKW wären, die über bestimmte Strecken fahren trägt nicht dem Gefahrenpotential von derartigen Transporten Rechnung. Die Kennzeichnung wird deshalb angebracht, damit Feuerwehr usw. sofort wissen, welche Art der Gefährdung besteht, weil man jederzeit mit einem Austritt rechnen muss. Seit es wegen Defekten oder wegen Unfall. Derartige Transporte in Wohnbereichen nicht zu unterbinden ist aus meiner Sicht grob fahrlässig. Und wenn es dann Tote oder Verletzte gibt wird bedauern geheuchelt, obwohl man es hätte verhindern können.

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