Am vergangenen Donnerstag gab es eine Sondersitzung der BV zum Thema:
SPERRUNG GATERWEGBRÜCKE
Die Sitzung war für 17 Uhr terminiert, begann aber erst um ca. 17:30, wenngleich ich den Notfall nachvollziehen kann, ist es doch unschön deswegen die ganze Sitzung später beginnen zu lassen. Dafür gibt es Vertretung. Insbesondere, da viele aus der Bevölkerung anwesend waren im Vergleich zu anderen Sitzungen. Natürlich wurde direkt zu Beginn darauf hingewiesen, dass dies keine Bürgerbeteiligung wäre, was natürlich sehr unglücklich war.
Da es ein Fotoverbot gab, habe ich mir einiges notiert allerdings ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Im Vorfeld finden etliche Maßnahmen statt, um den Verkehr zu verbessern. Beim Kreisel an der Brücke der Solidarität wird der Innenbereich verkleinert, um mehr Platz für KFZ zu schaffen. An etlichen Stellen wird im Vorfeld die Straße ausgebessert. So wie ich das verstanden habe gehören da zu auch die gefährlichen Unebenheiten im Logport. Diese Arbeiten sollen wohl vom 17.-18.06. stattfinden.
Der Kreisel an der Brücke der Solidarität soll vom 08.-09.07. in weiten Teilen gesperrt sein. Die Busse der Linien 920/921 fahren Umleitungen über Logport/Osloerstraße in Richtung Duisburg und in Richtung Rheinhausen über Moerser und Werthauser Straße.
Die L473 soll entsprechend ausgeschildert werden, sodass die LKW am Stellwerk richtig abbiegen und zahlreiche Ampelschaltungen sollen optimiert werden. An der Moerser Straße und in Friemersheim soll Tempo 30 gelten und zudem soll intensiver kontrolliert werden. Maßnahmen gegen Nachtverkehr wurden nicht vorgestellt, obwohl dies zumindest bei der Moerser Straße durch nächtliche Ableitung über die Brücke der Solidarität möglich gewesen wäre. Die Verkehrsdichte hätte dies zugelassen.
Die Stadt geht von räumlicher und zeitlicher Verlagerung aus, nach einer chaotischen Anfangsphase. Allerdings würde ich annehmen, dass das Ferienende hier ebenfalls Probleme machen wird. Angeblich soll es eine enge Begleitung besonders am Anfang geben, wobei unklar blieb, wie das genau aussehen wird.
Auf der Moerser geht man zur Spitzenzeit ca. 6:30-10 h von einem Rückstau von 1250 m aus, also irgendwo zwischen Rheinstraße und Duisburger Straße. Auf der Brücke der Solidarität soll es ca. 1000 m im gleichen Zeitraum geben. Auf Margarethenstraße und Osloer Straße rechnet man ebenfalls mit Rückstau, allerdings kürzer. Man darf gespannt sein, wie es dann in der Realität aussehen wird.
Schleichverkehr könne man angeblich nicht vorhersagen, obwohl dies offensichtlich ist. So werden zumindest zu Beginn viele entweder über die Friedrich-Ebert-Straße oder Lindenallee, Neue Krefelder, Schwarzenberger und Margarethenstraße fahren.
Den Radverkehr schränkt man natürlich ein an der Ecke Dahling/Adlerstraße und zwingt diesen wegen angeblicher Gefahren auf dem Radweg zu bleiben und die Fußgängerampel (?) zu nutzen. Dabei lässt man außer acht, dass es rechtlich zulässig ist, den Radweg zum Abbiegen zu verlassen. Wie üblich versteht die Stadt nicht die Mentalität der Radfahrenden.
Es ist geplant zum 14.06. einen Flyer zu veröffentlichen, zudem soll es eine eigene Internetseite und eine Emailadresse geben, an die man sich bei Problemen wenden kann.
Laut DVG sind vier Linien stärker betroffen, die Linien 920/921 am stärksten wegen Kreisel und sich daraus ergebenden Verzögerungen, weshalb man den Fahrplan in diesem Bereich ab 07.08. anpassen will. Das Datum wurde gewählt wegen dem Ende der Schulferien. Die Linie 920 wird von 07.08. bis 21.10. nur bis Duisburg Hbf fahren und nicht bis Sportpark, um hier Verspätungen zu vermeiden. Ab diesem Zeitpunkt gilt für beide Linien eine um 4 Minuten verlängerte Fahrzeit durch den Kreisel. Der Takt soll identisch bleiben. Auch betroffen sind die Linie 923 und 924.
Man rechnet offenbar nicht mit Problemen bei der Linie 927, welche über die Dahlingsstraße fährt.
Ebenfalls angekündigt wurde, dass die Jägerstraße erst nach der Gaterwegbrücke gesperrt wird wegen anderer Arbeiten. Es wird also für die Jägerstraße für einige Zeit deutlich ruhiger beim LKW-Verkehr.
Beim Themenpunkt, verweist die Stadt die quasi wertlose Allgemeinverfügung und Fahrwegbestimmungen. Ich gehe davon aus, dass diese Regelung für den überwiegenden Anteil der Gefahrguttransporte keinerlei Auswirkungen haben wird. Hier wäre natürlich eine Rückfrage gut gewesen. Rückfragen gab es allerdings gar keine.
Was es zum Schluss gab, war lediglich Lob von Aslan (SPD) und Seidelt (CDU), insgesamt Zeit, die man sich hätte sparen können, wenn man vorher gewusst hätte, dass keine relevanten Beiträge kommen. Siedelt erwähnte natürlich noch einmal die Osttangente.
Neben Regelungen für die Nacht, fehlt das Vorgehen nach Beendigung der Maßnahme, da dann damit zu rechnen ist, dass LKW weiterhin durch Friemersheim donnern werden.
