#Duisburg: Per Anwalt gegen Google-Maps-Bewertung – #Rheinhausen

Wie ich erfuhr gibt es in Rheinhausen ein Unternehmen, dass nicht an fairen Bewertungen interessiert zu sein scheint, sondern schlechtere Bewertungen per Anwalt beseitigen will. Konkret geht es hier um Bewertungen über Google-Maps.

Der Rechtsverdreher des Unternehmens fordert, über Google-Maps in dem mir bekannten Fall doch allen ernstes dazu auf, dass man nachweisen solle, dass man Kunde wäre. Wobei sich diese konkrete Bewertung auf äußere Faktoren bezog, es für diese Bewertung also völlig irrelevant wäre, ob hier eine Kundenbindung vorläge oder nicht.

Vor kurzem habe ich dann das konkrete Bewertungsprofil kontrolliert und festgestellt, dass alle schlechten Bewertungen, bis auf eine, gelöscht wurden und eine neue schlechte Bewertung von einer Person, die vorher bereits bewertet hatte hinzugekommen ist. Dadurch gibt es fast ausschließlich sehr hohe Bewertungen. Wenn es bei einem Unternehmen keine oder kaum schlechte Bewertungen gibt, sollte dass Argwohn wecken, denn einen fast glatten 5-Sterne-Schnitt ohne Kritik gibt es eigentlich nicht. Und das man per Antwalt echte Bewertungen als fingiert beschimpft, erweckt auch keinen guten Eindruck. Zumal, man dann auch bei den guten Bewertungen prüfen müsste, ob diese von echten Kunden stammen. Wenn dann ‚ganz zufällig‘ sehr viele mit guter Bewertung einen Nachweis liefern würden, wäre auch das ziemlich verdächtig.

Für Unternehmen mag derartige ‚Bewertungsoptimierung‘ sehr attraktiv sein, allerdings verfälscht dies den Verbrauchendenschutz.

Erstes Fazit für mich persönlich, man kann sich auf Google-Maps-Bewertungen nur bedingt verlassen, da diese auch massiv manipuliert sein können. Zumal sich nicht alle den Aufwand machen dürften, dezidiert die eigene Bewertung darzulegen, die Identität und die Kundschaft zu beweisen. Ich würde es jedenfalls nicht machen.

Von Google-Maps wurde folgender Text übermittelt, den ich hier öffentlich mache, damit allen klar wird, wie wenig zuverlässig Bewertungen bei Google-Maps sind:

Der Beschwerdeführer behauptet, dieser Erfahrungsbericht verletze ihn in seinen Rechten. Einen Auszug aus der Beschwerde fügen wir dieser Nachricht als PDF bei bzw. unter dieser Nachricht an.

Wir bitten Sie nun innerhalb von sieben (7) Kalendertagen darzulegen, inwiefern die vom Beschwerdeführer behauptete Rechtsverletzung nicht vorliegt.

Google begrüßt ehrliche und unvoreingenommene Erfahrungsberichte. Bitte beachten Sie, dass Google aber als Dienstanbieter die Hintergründe des Inhalts nicht kennt. Wir bitten Sie daher freundlich, die Angaben Ihrer Erfahrungsberichts sowie die Hintergründe wie insbesondere den Zeitraum, in dem Sie die beschriebenen Erfahrungen gemacht haben, möglichst konkret darzulegen. Bitte gehen Sie dabei auch explizit auf die einzelnen Punkte des Beschwerdeführers ein und schicken Sie uns Nachweise. Dies können je nach Leistung z.B. Rechnungen, Lieferscheine, Terminkarten, Eintragungen auf Bonuskarten, Rezepte oder ähnliche Nachweise sein. Es steht Ihnen dabei frei, bestimmte Informationen zu schwärzen, bevor Sie uns diese Dokumente senden. Die zur Verfügung gestellten Informationen werden wir dann gegebenenfalls an den Beschwerdeführer übermitteln, damit dieser dazu Stellung nehmen kann.

Bitten antworten Sie auf diese Email, damit wir den Fall weiter prüfen können.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Weiterführende Hinweise:

Sofern der Beschwerdeführer behauptet, Sie seien nie Kunde, Patient etc. gewesen bzw. ihm nicht bekannt, möchten wir Sie bitten, uns Ihren richtigen Namen mitzuteilen und uns ggf. Nachweise für die tatsächlichen Hintergründe Ihres Erfahrungsberichts zu übermitteln, soweit solche vorliegen (vgl. BGH, Urt. 01.03.2016, VI ZR 34/15).

Mit der Übermittlung Ihrer Stellungnahme an uns willigen Sie darin ein, dass wir Ihre Stellungnahme einschließlich ggf. überlassenen Nachweise ohne weitere Bearbeitung an den Beschwerdeführer übermitteln. Soweit die Informationen, die Sie an uns übermitteln, sensible Informationen wie zum Beispiel Angaben über Ihre Gesundheit enthalten, umfasst Ihre Einwilligung auch die Weitergabe dieser Informationen an den Beschwerdeführer.

Sofern Sie eine Stellungnahme nicht abgeben möchten, können Sie den von Ihnen verfassten Inhalt auch entsprechend editieren oder entfernen.

Sollten wir innerhalb von sieben (7) Kalendertagen keine Antwort von Ihnen erhalten, Sie keine konkreten Hintergründe für Ihren Erfahrungsbericht mitteilen bzw. keine Nachweise überlassen oder einer Weiterleitung Ihrer Stellungnahme und ggf. überlassener Nachweise widersprechen, werden wir Ihren Erfahrungsbericht unter Umständen leider entfernen müssen (vgl. BGH, Urt. 25.10.2011, VI ZR 93/10 und Urt. 01.03.2016, VI ZR 34/15). Wir sind daher auf Ihre geschätzte Mithilfe angewiesen.

Bei rechtlichen Fragen zu dieser Benachrichtigung können Sie sich an Ihren Rechtsbeistand wenden.

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