Mobbildung bei der Polizei? – #Blacklivematters #RacialProfiling

In der letzten Zeit mehreren sich die berichte zu Verfehlungen bei der Polizei. Ohne diese jetzt bewerten zu wollen, da häufig Aussage gegen Aussage steht, nachfolgend mal ein paar Gedanken zum Verhalten der Polizei in „Kampfuniform“.

Mit Kampfuniform meine ich die mit Helm, Schild und Polsterung bzw. Panzerung. Wie die offizielle Bezeichnung ist, weiß ich nicht. Schon länger wird hier über Nummernschilder für diese Uniformen diskutiert. Für mögliche Opfer von unverhältnismäßiger Polizeigewalt wäre dies natürlich von Vorteil, aber nicht nur da.

Wenn alle die gleiche Uniform tragen, wird es mit einer Unterscheidung schwierig. Äußerliche Merkmale sind kaum noch zu erkennen. Für Außenstehende dürfte es unmöglich sein die Handelnden zweifelsfrei zu erkennen. Aber auch für jene in Uniform ist es kaum möglich. Vielleicht sieht man das Gesicht der Person neben sich, wenn aber eine eskalierende Situation vorliegt und die Situation unübersichtlich ist, dann kann man nicht davon ausgehen, dass jene in Uniform überhaupt wissen, wer denn das gerade neben einem war. Man wird also Anonym, Teil einer Gruppe. In manchen Situationen auch Teil eines Mobs. Die Anonymität kann enthemmende Wirkung haben und die Handlung Einzelner kann sich auf andere ausweiten, weil diese von der Situation mitgerissen werden.

Da braucht es nicht einmal den sogenannten Korpsgeist, um hinterher nichts zu sagen. Falls man etwas getan hat. Schweigt man so oder so. Falls man nichts getan hat, weiß man nicht sicher wer genau etwas Falsches gemacht hat. Man könnte die Täter also gar nicht identifizieren.

Nicht ohne Grund gibt es bei Demonstrationen ein Vermummungsverbot. Allerdings wie gerade dargelegt nur einseitig. Dieses muss natürlich auch für die Polizei gelten. Und da mit Helmen eine Identifizierung nicht möglich ist, muss eine andere deutliche Kennzeichnung erfolgen.

Rechtsfreie Räume dürfen nicht geduldet werden! Auch nicht welche die nur potentiell rechtsfrei sind.

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