#Abtreibung ist ein Grundrecht

Vor einiger Zeit diskutierte ich mal mit einem Abtreibungsgegner. Seltsam, wie viele Männer sich gegen Schwangerschaftsabbrüche einsetzen. Verwundert mich irgendwie. In der Diskussion äußerte ich auch, dass Abtreibung ein Grundrecht ist.

Erst einmal muss man sich vor Augen führen, dass ein Zellklumpen, der nicht selbstständig lebensfähig ist auch entfernt werden darf. Esoterische Konzepte sind da aus medizinischer Sicht völlig außen vor.

Wer mal in den Grundrechten liest kann dies auch ableiten.

„Artikel 2 (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.“

Wenn die Gesundheit der Schwangeren gefährdet ist, ist demnach eine Abtreibung zulässig, genauso wie Krebs entfernt werden darf. Alle Schwangerschaften wirken sich auf die Gesundheit aus.

Davon abgesehen ist die freie Entfaltung der Persönlichkeit zu berücksichtigen und ebenso die Menschenwürde. Auch kann die soziale Situation eine Abtreibung notwendig machen.

Ferner wäre noch Artikel 20a zu betrachten, der den Schutz unserer Lebensgrundlagen zum Inhalt hat, was wiederum einen Teil der Menschenwürde ausmacht. Natürlich gibt es Verhütung, aber selbst die Beste wirkt nicht 100%ig, zudem gibt es Nebenwirkungen.

Was unsere Lebensgrundlagen angeht, so sind diese am stärksten durch die Überbevölkerung bedroht. Demnach wäre eine Abtreibung als Klimaschutz zu betrachten. Natürlich darf deshalb niemand zur Abtreibung gezwungen werden, aber die Möglichkeit muss bestehen und ist auch gerechtfertigt.

Es mag zwar toll am Monitor aussehen, wie sich das Baby bewegt, aber wenn man danach geht, dass sich etwas bewegt, müssten Abtreibungsgegner auch Veganer sein. Das Bewusstsein entsteht erst durch die Eindrücke nach der Geburt. Selbst wenn es vorher schon Hirnaktivität geben sollte.

Dieser Beitrag wurde unter Grundrechte, Klimaschutz, Umweltschutz abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu #Abtreibung ist ein Grundrecht

  1. Florian Kren schreibt:

    Blogbeitrag leider vollkommen falsch, da BVerfGE 88, 203 nicht berücksichtigt:
    https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=28.05.1993&Aktenzeichen=2%20BvF%202%2F90

    Es hilft leider nichts, wenn man GG auslegen will, dann MUSS man berücksichtigen und diskutieren, was BVerfG bindend zu dem Thema schon entschieden hat. Alles andere ist Fehler

    • ulrics schreibt:

      Das Urteil ist leider biologisch falsch, da ein Zellklumpen keine Würde habe kann, sonst wäre auch die Entfernung von Krebs nicht zulässig. Die Menschenwürde kann erst dann beginnen, wenn ein selbstständig lebensfähiges Wesen entstanden ist. Also eher so 7 Monat, wobei es selbst da noch technischer Hilfe bedarf.

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