#Duisburg: GEBAG und der #Arbeitsschutz – #Staub #Gefahrstoff

Vor kurzer Zeit schrieb ich nach einem Zeitungsartikel die GEBAG an. Auf einem der Bilder in diesem Zeitungsartikel waren Beschäftigte zu sehen mit Schutzanzügen und einer hatte einen Besen in der Hand.

Ich übte natürlich deutliche Kritik an der Nutzung des Besens, denn im Umgang mit Gefahrstoffen ist trockenes Fegen nach der Gefahrstoffverordnung verboten.

In einer Email mir gegenüber behauptete die GEBAG dagegen, dass diese alles richtige gemacht hätte. Wäre natürlich auch mein erster Reflex so etwas zu behaupten, aber ich halte mich da lieber an Belege.

Behauptung GEBAG:
„Selbstverständlich kehren die Arbeiter dort keinerlei Gefahrstoffe zusammen, sondern reinigen die Halle hier von gewöhnlichem Schutt, deshalb tragen sie auch Staubmasken und keine Atemschutzmasken.“
es handele sich lediglich um Schutt. Besser kann man eigentlich nicht sagen, dass man keine Ahnung von dem Gefahrstoff Staub hat. Es mag sich hier zwar nicht um Asbest gehandelt haben, allerdings sind auch Quarzstaub und andere mineralische Stäube nicht ungefährlich. Wenn man es genau nimmt gibt es keinen ungefährlichen Staub und keine Konzentration, bei der man sicher sein kann, dass diese ungefährlich ist. Viele Staubarten stehen im Zusammenhang mit Krebs.

Außerdem belegt doch allein die Nutzung von einem Atemschutz bereits, dass es sich um Gefahrstoffe handelt. Sonst würde man keinen Schutz benötigen. Zumal die erwähnten „Staubmasken“ Atemschutz sind. Ich weiß ja nicht wer da beraten hat, aber ganz sicher niemand der sich mit Arbeitsschutz gut auskennt.

Dann behauptete die GEBAG noch, dass denen die „Gefahrschutzverordnung“ bekannt wäre. Interessant, dass der GEBAG eine Verordnung bekannt ist, die nicht einmal der Seite Gesetze im Internet bekannt ist. Gemeint war vermutlich die Gefahrstoffverordnung.

Dienen sollte die Antwort mich zu beruhigen, aber es ist eher das Gegenteil der Fall. Nicht nur wurde ein Gefahrstoff nicht als solcher erkannt, aber hat man völlig die Maßnahmenhierarchie nach Arbeitsschutzgesetz außer acht gelassen. Denn eine technische Schutzmaßnahme, wie ein Bauentstauber, ein Spezialstaubsauger, geht immer vor persönliche Schutzmaßnahmen und ist nach Stand der Technik auch die adäquate Methode für die Entfernung von Staub.

Das ist natürlich kein Einzelfall, dass in Firmen Staub nicht als Gefahrstoff erkannt wird. Herr Patermann von den Wirtschaftsbetrieben war auch nicht bekannt, dass Trockenes Fegen, verboten ist, obwohl es ja in der Gefahrstoffverordnung drin steht. Aber auch das wäre nicht das erste Mal, dass die Wirtschaftbetriebe, mit dem Arbeitsschutz nicht auf aktuellen Stand sind. Ich denke viele Firmen müssten hier deutlich mehr tun, um Staubminderung zu betreiben. Zumal auch in Duisburg die Staubkonzentration in der Luft deutlich über den WHO-Grenzwerten liegt.

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