#Indonesien: Überschwemmung in Jakarta – #Klimawandel #Starkregen #Duisburg #Braunkohle

Anfang des Jahres gab es Überflutungen in Jakarta, der aktuellen Hauptstadt von Indonesien. Man will diese bekanntlich verlegen, was m.M. nach die Probleme aber nicht beheben wird. Ich werde aber mal etwas weiter ausholen, da die Zusammenhänge etwas komplexer sind.

Die Stadt Duisburg hat sich in den letzten Jahren mit der Thematik Starkregen beschäftigt. Für meinen Geschmack zu wenig. Bei Starkregen kommt es zu starken Niederschlägen in kurzer Zeit. Dabei kommt es zu Rückstaus, weil das Wasser nicht so schnell abfließen kann. Allgemein gibt es Empfehlungen mehr Regenwasser zu versickern und dadurch die Wassermenge in der Kanalisation zu verringern. Dies mindert das Risiko natürlich.

Weiterhin können Überschwemmungen durch Hochwasser zustande kommen. Hier hat man in den letzten Jahrzehnten vermehrt den Flüssen mehr Raum gegeben und diese renaturiert. Dies hilft selbstverständlich.

Was weniger Menschen wissen ist das Wassermangel im Boden zur Absenkung führen kann. Dies geschieht zum Beispiel im weiteren Umfeld der Braunkohle Tagebaue. Durch die sogenannte Sümpfung werden große Wassermengen abgepumpt und der Boden senkt sich um viele Meter ab. Dies liegt einerseits an Pflanzenresten, die ohne Wasser verrotten, aber auch am Wasser zwischen Steinen, was teilweise zu einer irreversiblen Absenkung führt.

In Städten sind viel Flächen versiegelt. Das Wasser wird häufig abgeleitet statt versickert. Das heißt auch dort sinkt der Boden ab, weil das Grundwasser sicher verringert. Dazu kommen noch Industrie und Private, welche das Grundwasser abpumpen für unterschiedliche Zwecke.

Die Situation in Jakarta ist davon gar nicht so verschieden. Einerseits ist viel Fläche versiegelt und andererseits wird das Wasser schnell über schmale Kanäle abgeleitet. Auch wird Grundwasser entnommen. Dadurch senkt sich der Boden ab. Bei ergiebigen Regen, staut sich das Wasser zurück und führt zu Überschwemmungen. Es kommt zu schnell Wasser in ein Gebiet, was ohnehin anfällig ist. Die Kanäle lassen das Wasser schneller abfließen.

In der Straßenmitte gibt es teilweise Grünflächen. Zum Beispiel in Tangerang, diese sind aber gewölbt, so dass Regen auf die Straße läuft. Einerseits verständlich, weil sich sonst Tigermücken in Pfützen fortpflanzen könnten, aber andererseits kann das Wasser so nicht zu gut zurückgehalten werden. Gegen Pfützen dürfte eine entsprechende Drainage helfen.

So verschiedenen ist die Situation nicht, deswegen würde ich stark davon ausgehen, dass man Überschwemmungen trotz Klimawandel verringern kann, wenn man zu einem durchdachten Wassermanagement greifen würde. Eine Verlagerung das Hauptstadt würde das Problem mit mitnehmen.

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