SPD als Baumschutzexperten? Ein Kommentar – #Baumschutz #SägeParteiDuisburg #Klimaschutz

Nachfolgenden Text bekam ich vor einiger Zeit zugespielt

„Die Stadt braucht eher 100.000 junge Bäume als 50.000 alte.“, so der Baumpflegeexperte der WBD. Dieser Aussage hat Heinz Kuhlen in NRZ- und WAZ-Leserbriefen als fachlich unsinnig widersprochen. Peter Wohlleben, Förster und Bestsellerautor, weist hingegen auf die wissenschaftlich belegte Tatsache hin, dass ältere Bäume sehr viel leistungsstärker sind als junge (siehe A. Matthies in der neuen HÖR ZU). Wie können da die SPD-Genossen die WBD-Meinung als „sachlich fundierte Stellungnahme“ bezeichnen? Haben die beiden Umweltpolitiker auch keine Ahnung?

Was „die besonderen Bedingungen bei der Pflege und dem nachhaltigen Umgang mit Straßenbäumen …“ betrifft, so können wir den beiden SPD-Umweltexperten nicht nur in Friemersheim zeigen, was von den Wirtschaftsbetrieben alles falsch gemacht wird. Fast überall leiden die Straßenbäume unter den viel zu kleinen Flächen der Baumpflanzungen. Das behindert die Bodendurchlüftung und die Bodenwässerung. Folgen sind u. a. gehemmtes Wurzelwachstum, verringerte Nährstoff- und Wasseraufnahme bis hin zum Absterben.

Aktuelles Fallbeispiel aus Friemersheim: In einem Vorgarten wurde die Erde entfernt und das Loch mit Kies aufgefüllt. Darauf starb der daneben stehende Ahorn-Straßenbaum (viele Jahrzehnte alt, groß und ca. 40 cm Durchmesser) ab. Er hatte sowieso einen viel zu kleinen Bodenfreiraum im plattierten Gehweg. Nun „drehten ihm die Anwohner den Lufthahn und die Regenwasseraufnahme ganz ab!“.
WBD-Mitarbeiter sägten den toten Baum ab. „Kann die WBD die Anwohner nicht in Regress nehmen für ihre rücksichtslose Kiesverfüllung des eigenen Vorgartens?“, fragte ich. Verständnisloses Dreinschauen der WBD-Mitarbeiter (und ihres Chefs?).

Andere Städte versuchen mit neuen Pflegemaßnahmen einen wirklich nachhaltigeren Umgang mit ihren wertvollen Straßenbäumen. So entfernen sie größere Plattenflächen um die Bäume herum und bringen wassergebundenes Natursteingranulat ein (→ verbesserte Bodenatmung, leichtere Wasseraufnahme). Zudem bilden die sich immer wieder hochwölbenden Gehwegs-platten keine Stolpergefahr mehr.
Also: Es ist idiotisch (DUDEN: bekloppt, beknackt, bescheuert) vorhandenen alten Straßenbäumen nicht mehr Lebensraum und Pflege (wässern!) zu geben und stattdessen auf neue, deutlich leistungsschwächere, jüngere Bäume zu setzen.

[Zitat entfernt]

Beim entfernten Zitat ging es darum, dass ältere Bäume deutlich schneller wachsen, als jüngere und damit auch mit Kohlendioxid binden. Vom Umfang her weiß man aber nie, wie die Zeitschriften reagieren.

Dieser Beitrag wurde unter Duisburg, Klimaschutz, Umweltschutz abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s