#Duisburg: Impulsneutronenverfahren für den Innenhafen – #Strahlung

Schon vor längerer Zeit frage ich die Stadt Duisburg bzgl. des Impulsneutronenverfahrens und welche Gefahren hier drohen könnten, denn schließlich verstrahlen Neutronen das Umfeld. Ein Prozess der in jedem Kernkraftwerk ebenfalls abläuft.

Folgende Antwort bekam ich:

Sehr geehrter Herr Scharfenort,

das Impuls Neutron-Neutron Verfahren (INN) wird seit ca. 50 Jahren in der
Exploration von Kohle-, Erz sowie Öl- und Gaslagerstätten und des Weiteren
zur Ermittlung wasserführender Horizonte als auch zur Ermittlung des
Ausbaus der hydrogeologischen Brunnen erfolgreich eingesetzt. Bei dem
Messverfahren werden Neutronen in den Untergrund ausgesandt, auf die
thermische Energie abgebremst oder vom Atomkern eingefangen und die Anzahl
der zurückkommenden Neutronen gemessen. Die Abklingzeit (Zeit, in der die
angeregten Isotope in ihren nicht angeregten Zustand zurückgewandelt
werden) beträgt ca. zwei Minuten. Isotope, deren Halbwertszeit die
Abklingzeit von zwei Minuten überschreitet oder bei denen es zu einer
Kernspaltung infolge Neutronenstrahlung kommen könnte, sind in der freien
Natur in so einer niedrigen Dosierung vorhanden, dass diese keine Gefahr
für Mensch oder Umwelt in der näheren Umgebung darstellen. Um die
generelle Sicherheit zu gewährleisten, wird zusätzlich ein
Arbeits-/Sicherheitsplan aufgestellt, bei dem die Arbeitsschritte
vorgeschrieben und die gesetzlich festgelegten Dosisleistungen
(alpha/beta/gamma-Strahlung) zu jeder Zeit überwacht und dokumentiert
werden.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Da ich vor einiger Zeit auch den Strahlenschutzbeauftragten für den Bereich Radioaktivität erworben habe, finde ich nur einen Punkt an der Antwort nicht so gut. Das keine Gefahr bestehen würde kann nicht stimmen. Die Gefahr dürfte nach den gemachten Angaben überaus gering sein, aber Null ist sie nicht. Allerdings dürfte die Gefährdung durch natürliche Strahlung entsprechend überwiegen. Schließlich kommt fast überall aus dem Boden radioaktives Radon. Zudem gibt es überall in der Umwelt Strahler und selbst unser Körper strahlt.

Was ich bedenklich finde ist der lange Zeitraum und dass sich so wenig Informationen zu dem Thema finden. Gerade das Verschweigen von Fakten erweckt misstrauen.

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