#Duisburg: Allgemeine Einwendung gegen Bebauungspläne Huckingen und Wedau

Zum Kopieren und freien Verwendung.

Konkret bezieht sich die Einwendung auf:
BP Nr. 1234 Huckingen „Am alten Angerbach“
FNPÄ Nr. 7.46 Süd
BP Nr. 1016 II Wedau

Da die Problemlage überwiegend identisch ist, wird hiermit eine allgemeine Stellungnahme und Einwendung abgegeben.

Energiewende

Obwohl die Hitzestadt Duisburg (Feststellung LANUV) besonders und dem Klimawandel leidet und dies bereits heute mit mehr Todesfällen einhergeht, wie die statistischen Unterlagen belegen, werden keine Vorgaben zum Energiekonzept gemacht, die für eine moderne smarte Stadt stehen würden und auf die Zukunft ausgerichtet sind.
Die Verpflichtung zu Photovoltaik und Solarthermie, sowie möglichst autarker Energieversorgung der Gebäude muss verpflichtend in die Bebauungspläne geschrieben werden.
Zudem kann in einer Umweltzone als Maßnahme festgelegt werden, dass sämtliche Neubauten keinen Feinstaub und keine Stickoxide emittieren dürfen. Damit bleibt ohnehin nur noch Photovoltaik und Solarthermie übrig. Die mangels Messung nicht gesicherte Einhaltung von Grenzwerten verschärft sich noch um den Umstand, dass die Grenzwerte Ziele darstellen, die es deutlich zu unterschreiten gilt. Dies geht so auch eindeutig aus der Verordnung hervor.

Lärm

Angabe zum Fluglärm fehlen in den Unterlagen gänzlich und scheinen nicht berücksichtigt zu werden, obwohl hier eine reale Belastung entsteht.
Maßnahmen zur aktiven Lärmminderung scheinen nicht vorgesehen zu sein.
Da keine Grenzwerte für Infraschall existieren, aber Infraschall emittiert wird (z.B. Autos, Eisenbahn, Flugzeuge) muss als Grenzwert Null angenommen werden. Die Hörschwelle spielt hier keine Rolle, da Infraschall unmittelbar auf den gesamten Körper wirkt und auch von Wänden kaum gemindert wird.

Verkehr

Der zusätzliche Verkehr und die Auswirkungen auf die Luftreinhaltung wurden nicht berücksichtigt.
Es ist eine Anbindung an den Radschnellweg 1 vorzusehen.

Flächenversiegelung

Die Flächenversiegelung nimmt erheblich zu und führt dadurch zu noch mehr Hitze in Duisburg. Die Auswirkungen für Duisburg werden marginalisiert ohne konkrete Zahlen zu nennen, mit wie vielen Toten mehr gerechnet wird. Denn schließlich ist bekannt, dass eine Temperaturerhöhung mit mehr Hitzetoten einhergeht.

Grundwasserstand

Gerade beim Klimawandel ist zu berücksichtigen, dass lang anhaltende Trockenperioden zunehmen werden, was eine Versickerung von Wasser um so wichtiger macht.

Luftleitbahnen

Das Luftleitbahnen unterbrochen bzw. vermindert werden sollen ist untragbar.
Damit wird die Bestandsbevölkerung der Stadt Duisburg erheblich benachteiligt. Die Klimaanalysen sind unzureichend, da sie weder die zukünftigen Auswirkungen berücksichtigen noch Todeszahlen benennen.
Katastrophen durch den Klimawandel bestehen insofern, als dass die andere kommunale Bereiche noch stärker überhitzen, hierbei ist zu berücksichtigen, dass kleine Steigerungen der mittleren Jahrestemperatur mit extremen Steigerungen in Hitzeperioden korrelieren. Experten sprechen hier von 10 °C und mehr über dem Niveau des Umlands.

Wie viele Menschenleben (Hitztote) ist das Projekt wert?

Parkplätze

Mehr Parkplätze führen zu mehr Autos. Demnach führen weniger Parkplätze zu weniger Autos. Demnach wird als Auflage gefordert, dass maximaler Parkraum für 0,5 Autos pro Wohneinheit vorzusehen sind. Es findet bereits mehr als genug Flächenversiegelung wegen Autos statt. Dieser ist aktiv entgegen zu wirken.

Nahrungskonkurrenten

Die ökologischen Auswirkungen werden nicht in Hinblick auf Nahrungskonkurrenten begutachtet. Eine Verminderung von Fläche vermindert das Nahrungsangebot und damit auch die Fähigkeit von bedrohten Arten den Nachwuchs zu versorgen. Somit werden die Arten bei der Brut/Aufzucht gestört. Dem Artenschwund wird Vorschub geleistet, weil auch keine geeigneten Ersatznahrungsquellen bereitgestellt wird.
Ein bestimmter Raum ist für eine bestimmte Anzahl einer Population notwendig, damit diese weiterhin existieren kann. Diese Betrachtungsweise der Gesamtauswirkung des Vorhabens wird nicht betrachtet, obwohl dies notwendig ist.

Sonderfälle Huckingen

In Huckingen kommt zu den vorgenannten Problemlagen, noch der Umstand, dass dort eine Störfallpipeline liegt, welche zu erheblichen Problemen führen würde, falls die Pipeline doch noch in Betrieb gehen sollte.
Ebenfalls unbeachtet bleibt die Höhe der Gebäude in Hinblick auf die Einwirkung der Radarstrahlung des Flughafens Düsseldorf, die sicherlich auch in Huckingen zumindest bedacht werden muss.
Es wird eine Frackingerlaubnis erwähnt, die nicht dem Stand der Entscheidung der Bezirksregierung Arnsberg entspricht.

Sonderfälle Wedau

Ein Wärmenetz auf niedrigem Niveau suggeriert, dass es hier um Abwärme von Kraftwerken mit fossilen Brennstoffen geht. Dies kann und darf bei Zukunftsprojekten gar nicht erst in Erwägung gezogen werden.

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