Tag der Erde – #Flächenfraß in #Duisburg – #Hornitex #TagderErde

Passend zum heutigen Tag der Erde, bei dem es auch um unseren Umgang mit wertvollen Flächen, wie Landschaftsschutzgebieten geht, erreichte mich eine Pressemeldung der Hornitexter.

Bei der Abwägung im Bauleitverfahren „Gewerbegebiet Rheindeichstraße“ wählt die Stadt Duisburg eine falsche Berechnungsmethode!

Bei der Erstellung des Bebauungsplans Rheindeichstraße, ehem. Hornitexgelände, zur Erweiterung des Logistikbetriebs, hat die Stadt Duisburg sogenannte Abwägungen verfasst. Dort werden Modellberechnungen erwähnt, über zu erwartende Emissionen und damit verbundene Luftbelastungen durch LKW- und Schiffsverkehr.

Am 24.04.2018 soll der Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Verkehr die Drucksachen 18-0298 und 18-0299 vorberaten. In den Unterlagen steht u.a. im Umweltbericht Seite 16:
„Gemäß Auskunft der Stadt Duisburg ergeben sich unter Anwendung des
IMMIS-Modells des LANUV NRW folgende Vorbelastungswerte: PM10 = 24
µg/m³; NO2 = 26 µg/m³. Die Vorbelastung unterschreitet die Grenzwerte
der 39. BImSchV nach derzeitigem Stand daher deutlich. In der
Vorbelastung sind neben dem Straßenverkehr auch weitere Quellgruppen
berücksichtigt, zu denen auch der Schiffsverkehr zählt.“

Auf Nachfrage beim Landesamt für Natur und Verbaucherschutz (LANUV) erhielten „Die Hornitexter“ folgende Auskunft:
„Das Modell liefert realistische Ergebnisse bei Straßenabschnitten mit
einer Länge von mindestens 100 Meter Länge mit geschlossener
Randbebauung. Wir nennen das Straßenschlucht. Der (…) beschriebene Bereich
erfüllt diese Bedingungen nicht.“

Hat die Verwaltung ggf. in Unkenntnis ein Modell falsch angewandt oder
stecken politische Motive dahinter? Es ist zu erwarten, dass es weitere Unstimmigkeiten gibt, Die BI hat eine umfangreiche Liste mit Unstimmigkeiten erarbeitet, die im ersten Schritt, im Falle einer Zustimmung durch den Rat, selbstverständlich an die Rechtsanwälte der BI sowie an die Bezirksregierung Düsseldorf gegeben werden. Verbunden mit dem Antrag an den Rat der Stadt seine Zustimmung zu verweigern, weil der Beschluss auf falschen Angaben
beruht.

Wie soll der Rat der Stadt auf der Basis von solchen Unstimmigkeiten gute Entscheidungen treffen?

Dies wirft ein bezeichnendes Licht auf die Stadt Duisburg. Scheinbar werden die Belange der Bevölkerung ignoriert bzw. zur Begründung sogar zu Mitteln gegriffen, die für eine Verwaltung in meinen Augen gegen den Ethos der Neutralität verstoßen. Man kann sicherlich anderer Meinung in Hinblick auf das Gelände sein, aber die Argumente der Bevölkerung mit einer Unwahrheit vom Tisch zu wischen ist weder zulässig noch legitim. Der Schluss aus dem Umstand der Unwahrheit wäre ein auf Lügen basierender Flächenfraß.

Dieser Beitrag wurde unter Duisburg, Duisburger Westen, Grundrechte, Umweltschutz abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s