Teure Billiglösung #Videoüberwachung – #Privatsphäre #Datenschutz

Immer wieder fordern uninformierte Politiker eine Ausweitung der Videoüberwachung. Fundierte Daten zur Wirksamkeit fehlen hier völlig. Auch eine Aufwand-Nutzen-Abwägung gibt es m.W. nicht.

Behauptet wird immer wieder, dass Videoüberwachung die gefühlte Sicherheit erhöhen würde. Videoüberwachung wird meist gar nicht bemerkt, wenn man kein Auge dafür hat. Und da meistens nur eine Aufzeichnung läuft kann dies die Sicherheit nicht erhöhen. Eine automatische Auswertung auf „verdächtiges“ Verhalten und vom Grundgesetz her, höchst fragwürdig. Denn hier wird die Unschuldsvermutung ins Gegenteil verkehrt. Man wird einer Tat verdächtigt, die man noch gar nicht begangen hat und auch nicht zu begehen beabsichtigte. Etwa in Bahnhöfen, wenn man rennt um noch einen Zug zu erwischen. Was Diebstähle angeht, so hat die Videoüberwachung noch keinen daran gehindert und höchsten eine Verlagerung bewirkt.

Ansonsten wird Personal durch Videoüberwachung gebunden, dass dann für die wirkliche Bekämpfung von Verbrechen nicht zur Verfügung steht. Im Endeffekt erhöht es also höchsten die gefühlte Sicherheit, aber senkt die reale Sicherheit.

Und Terroristen freuen sich noch, weil es schönes Material für die Nachrichten gibt. Das wirkliche Ziel der Videoüberwachung wird kaum bis nie erreicht. Ein gefährliches Sicherheitsplacebo.

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