Paschmannbehauptungen in der Stadt-Panorama

In einer der jüngeren Ausgaben der Stadt-Panorama, einem der beiden Werbeblättchen, welche im Duisburger Westen verteilt werden, oder manchmal auch nicht, äußerte sich Bezirksbürgermeister Hans-Joachim Paschmann. Deswegen schrieb ich nachfolgenden Leserbrief an die Stadt-Panorama, um Fakten anstelle von alternativen Fakten zu setzen.

Sehr geehrte Personen*,

die Bevölkerung ist nicht ohne Grund verunsichert.
Ich gewinne den Eindruck, dass Herr Paschmann es mit Alternativen
Fakten hat.

Sicher gelenkt werden nur LKW ab 7,5 Tonnen durch eine entsprechende
Sperrvorrichtung und das auch nur in eine Richtung. Die von außerhalb
kommenden LKW fahren nicht so, wie sich ein Investor oder ein
Bezirksbürgermeister vorstellt, sondern nach Navi. Teilweise wird auch
absichtlich abkürzt oder ein Stau umfahren. Es ist illusorisch etwas
anderes zu behaupten. Logport I und III zeigen dies zur genüge.

Z1.1. und Z1.2 sind nicht völlig unbedenklich, sonst wären sich nicht in
diese Klassen eingeteilt. Es können hier zum Beispiel höhere
Konzentrationen PCB und auch von Kohlenwasserstoffen, wie etwa dem
krebserregenden Benzol vorhanden sein. Mit Überdeckung wird lediglich
verhindert, dass die Stoffe ins Grundwasser vordringen und m.W. ist eine
Überbauung sogar vorgeschrieben. Der Begriff Neulasten ist treffend.
Wobei die Altlasten von der Vorverwendung möglicherweise auch noch im
Boden ruhen.

Und wie oft hat es mit einem 6-22 Betrieb angefangen und sich dann, weil
es in einem Industriegebiet erlaubt ist, auf die ganze Zeit ausgeweitet.
Da war es dann aber zu spät. Es wurde bisher nicht erklärt, warum bei
dieser Betriebsweise ein Industriegebiet festgelegt werden soll.

Und die Unterlagen verschleiern den Eindruck, dass es hier um ein
Industriegebiet geht. Es wird allerdings überall der Begriff
„Gewerbegebiet“ in Anführungszeichen verwendet nur an einigen Stellen
steht etwas von Industriegebiet. Hier soll in meinen Augen etwas unter
den Teppich gekehrt werden. Die Bevölkerung hat also allen Grund besorgt
zu sein.

Ohnehin sind die ganzen Antragsunterlagen ziemlich dürftig und sind
eigentlich in der Form derzeit nicht genehmigungsfähig.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Scharfenort (Duisburg-Rheinhausen)

(* Aus Respekt vor allen Geschlechtern, verwende ich eine
Geschlechtsneutrale Anrede.)

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