Wenn man keine Ahnung hat …

Als ich in einer Zeitung vor einiger Zeit etwas zum Thema Werbung las, fiel mir auf, dass der Interviewpartner offensichtlich keine Ahnung hatte.

Deshalb schrieb ich der Zeitung und diesem:

Sehr geehrte Personen*,

die Robinsonliste bringt nicht nur wenig, sondern kann auch dazu führen, dass unseriöse Anbieter überhaupt erst Adressen und Telefonnummern erhalten.

Aber vielleicht hätte man auch jemanden Fragen sollen, der sich damit auskennt. Etwa die Macher von Anti-Spam e.V.

Ich habe höchstens mal nen Pizzaflyer im Briefkasten.
Am wichtigsten ist Datenschutz, also nicht überall die Adresse abgeben und der weiteren Nutzung keinesfalls zustimmen.

Im Falle, dass doch etwas adressiertes kommt konsequent zurückverfolgen (Auskunft BDSG § 34, kostenfrei). Wenn man diese nur intensiv genug macht kommt man eh auf eine schwarze Liste, die deutlich wirksamer schützt als die Robinsonliste.

Abmahnung auf Unterlassung unterbindet wirksam Postwurfsendungen, wenn die Post es nach mehreren Aufforderungen nicht kapiert hat. Gleiches gilt für penetrante Zusteller von Werbemüll oder unerwünschten Zeitungen. Man muss nur die Sendungen als Beweis aufheben. Die Klage ist hier eine ziemlich sichere Sache.

Was Nervanrufe angeht sollte man halt nicht die Telefonnummer im Telefonbuch stehen haben.
Übrigens eine Quelle, wo viele Nervanrufer die Nummern und auch Anschriften her haben.
Oder sie machen es wie „Meinungsforscher“ per Wählroboter.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Scharfenort (Duisburg-Rheinhausen)

(* Aus Respekt vor allen Geschlechtern, verwende ich eine
Geschlechtsneutrale Anrede.)

Ich lasse bei der peinlichen Antwort mal den Namen weg.

Sehr geehrter Herr Scharfenort,

es ist müßig, jemandem mit so viel schlauen Sprüchen etwas zu entgegnen.
Am besten bewerben Sie sich bei der BNA (Bundesnetzagentur).
Zur Info: „Geschlechtsneutrale“ Anrede ist seit dem 19. Jahrhundert die Formulierung „Sehr geehrte Damen und Herren“.

Mit freundlichen Grüßen,

Die Antwort zeigt deutlich, warum die Kwalität des Interviews so ‚hochwertig‘ war.

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