Werbung im Briefkasten

Neulich hatten wir wieder einmal Werbung im Briefkasten. Zugestellt durch ein Unternehmen, gegen welches ich bereits eine Unterlassungserklärung erwirkt habe, weil diese wirklich immer wieder gegen den Hinweis „Keine Werbung“ verstießen.

Eigentlich könnte es so einfach sein. Schild an den Briefkasten, dass man keine Werbung möchte und man bleibt davon verschont. Viele halten sich auch daran. Aber gerade eine Branchengröße für die Zustellung von solchen Werbesendungen scheint dies zu ignorieren.

Wenn ich daran denke, wie viele Bäume für solche Werbung sterben müssen. Und wenn man den Feinstaub- und Stickoxidausstoß berücksichtigt, welcher durch zusätzliches Gewicht beim Transport erzeugt wird, kann man sogar sagen, dass statistisch gesehen Werbung im Briefkasten auch für Menschen tödlich ist.

Besonders schlimm ist dies natürlich bei großen und schweren Dingern, wie Telefonbüchern und gelben Seiten, die sich ja aufgrund der zahlreichen Werbung im inneren finanzieren und keinen redaktionellen Anteil haben. Diese Dinger standen neulich auf wieder vor zahlreichen Türen. Unverlangt und vermutlich in vielen Fälle auch direkt entsorgt.

Warum verteilt der Verlag diese Dinger überhaupt? Ganz einfach, weil die Kunden für eine bestimmte verteilte Menge bezahlen. Dass diese nicht real ankommt, wird möglicherweise hingenommen.

Zugleich wurden auch wieder Werbekarten in Briefkästen eingeworfen. Auch in Briefkästen, wo halt das Werbeverbot deutlich dran stand.

Allein aus ethischen Gründen fühle ich mich verpflichtet gegen Werbevermüllung vorzugehen. Zumal der Aufwand gar nicht so hoch ist. Und je mehr machen, desto besser für die Umwelt und auch uns selbst. Alles was man tun muss, ist den Zusteller zum Beispiel per Mail darauf hinzuweisen, dass man keine Werbung möchte, wenn es trotz Schild immer wieder vorkommt. Sollte es auch weiterhin zu Werbung kommen, kann man getrost auf Unterlassung klagen. Die Aussichten hier zu gewinnen sind recht hoch, wenn man die Werbung vorlegen kann. Sollte es dann immer noch dazu kommen, muss man halt das Ordnungsgeld vollstrecken lassen. Traurig, wenn Unternehmen meinen, dass das Recht für diese nicht gelten würde.

Dieser Beitrag wurde unter Grundrechte, Umweltschutz, Verbraucherschutz abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s