Und wieder mal Bahnärger

Am 22.5.17, theoretische Abfahrt 16:23 (IC) in Bonn in Richtung Duisburg.

Mal abgesehen von der fehlenden Motivation der Bahn pünktlich zu sein, weil es ja erst ab einer Stunde spürbare finanzielle Auswirkungen hat, wobei die Entschädigungen für den Zeitschaden viel zu niedrig sind, gibt es auch das Problem, dass die Bahn katastrophal informiert.

Erste Durchsagen kamen so etwa um 16:15, in der Bahnapp war noch nichts zu sehen, auch mehrere Minuten später war noch nichts zu sehen, wo dann eine Durchsage kam, dass die Züge über Bonn Beuel umgeleitet würden. Es gab zuerst auch nur vage allgemeine Hinweise. Anstatt konkret und sofort zu informieren, wie man am schnellsten zum Ziel kommt, endete ein Ausfall, vermutlich wegen der höheren Temperaturen, mal wieder in einer Katastrophe.

Die Bahn reagiert wie ein aufgeschrecktes Hühnchen und lässt die Kunden alleine. Und was wirklich zum Kotzen ist, dass nicht gelernt wird. Man hat wirklich jedes Mal den gleichen beschissenen Eindruck, dass die Bahn es nicht packt. Anstatt sofort zu informieren, wird gezögert. Hoffnung funktioniert nicht. Nicht bei der Bahn, die ist zu marode, zu unehrlich bei der Verspätung und zu inkompetent auf Abweichungen effizient zu reagieren und dann zu informieren.

Die App zeigt auch nicht sofort an, sondern erst mit deutlicher Verzögerung. Die Systeme sind nicht ausreichend vernetzt. Und wahrscheinlich wird die niedrigste Verspätung noch mit dem Rechenstab gerechnet.

Ich fahr nur noch deswegen mit der Bahn, weil sie das geringere Übel ist. Mir graut schon vor dem Sommerchaos, weil die Bahn auch dieses Jahr wieder nicht hingekriegt hat die Klimaanlagen anzupassen, dabei ist nun bei weitem genug Zeit vergangen.

Und dann die lächerliche Entschädigung? Wo man für 10 Euro nicht nur den Ärger mit der Verspätung hat, sondern auch mit der Entschädigungsstelle, die wohl besser Kundenrechteabwehrstelle heißen sollte, so oft wie bereits Ansprüche einfach nicht berücksichtigt wurden. Teilweise mit fadenscheinigen Ausreden oder auch mal gar nicht bearbeitet wurden. Da verschwinden dann auch mal Originalbelege.

Auch bezweifele ich, dass die Kundendaten wirklich sicher sind. Wenn man ins System der Bahn so leicht Ransomware einspielen kann, dann ist es mit der Cybersicherheit nicht weit.

Und jetzt soll man sich E-Tickets buchen? Ist ja fantastisch und die sind dann plötzlich verschwunden oder das System fällt aus und man zahlt drauf. Mal ganz abgesehen davon, dass man dann dem Busfahrer erklären soll, dass man mitgenommen werden muss. Für Probleme mit der Bahncard 100 fühlt sich die Bahn ja auch nicht zuständig.

Und jüngst die Meldung, dass in Fernverkehrszügen nur wenig Fahrräder mitgenommen werden. Natürlich ist das so. Schließlich kann man ja nicht spontan mitfahren, sondern muss vorher reservieren und so ‚zuverlässig‘ wie die Bahn ist, kann man sich auf die Verbindungen natürlich zu 0 % verlassen.

Ehrlichkeit geht anders!
Service geht anders!
Datensicherheit geht anders!
Zuverlässigkeit geht anders!
Reaktionsschnelle geht anders!

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