Wildplakatierung fürs Folkfestival

Ich habe eine Weile überlegt, ob ich das Thema so an die Öffentlichkeit tragen soll. Ich hätte es natürlich einfach posten können, wie andere Beiträge zum Thema Wildplakatierung, war mir aber nicht sicher, ob ich dem Festival selbst damit nicht Unrecht tue. Nachdem ich nun aber über Umwege erfahren habe, dass Unwahrheiten über mich verbreitet wurden, muss ich wohl meine Version zum Besten geben.

Schon seit längerem machen Wildplakatierer Rheinhausen unsicher und kleben ihre Werbung auf Fassaden und Schaufenster. Bei einigen hat ein sanfter Hinweis auf die Duisburger Sicherheits- und Ordnungsverordnung gereicht, wo Bußgelder bis zu tausend Euro drohen. Zu einigen habe ich auch gebloggt, andere ans Ordnungsamt gemeldet. Ob und wie dieses aktiv wurde vermag ich nicht zu sagen.

Das Jugendzentrum Tempel hatte ich bereits zuvor darauf hingewiesen, dennoch tauchten immer wieder Plakate auf, welchen diesen Veranstaltungsort nannten. Offensichtlich wurden die Verteiler bzw. Veranstalter nicht ausreichend auf die Rechtslage hingewiesen.

Vor einigen Tagen kamen dann zwei junge Männer auf mich zu als ich mal wieder illegale aufgehängte Plakate von Schaufenstern und Fassaden entfernte. Meine Versuche diesen die Sachlage klar zu machen waren nicht von Erfolg gekrönt. Obwohl ich sachlich blieb und nicht auf das aggressive anblaffen oder die Drohungen in gleicher Weise erwiderte wurde meine Argumentation nicht verstanden und am nächsten Tag hingen sogar noch mehr Plakate. Diesmal auch an Schaufenster, wo die „Helfer“ wohl kaum eine Erlaubnis bekommen haben dürften. Ob diese auch für den anderen Plakatspam an den Schaufenstern verantwortlich waren vermag ich nicht zu sagen. Wenn nicht zeigt sich sehr schön wie schnell die leichte Sachbeschädigung sich immer mehr verschärft. Nach Plakaten folgt dann das Graffiti und schließlich kaputte Scheiben. Habe dies bereits andernorts gesehen. Dazu kommen, dass dies sicherlich nicht für eine Belebung sorgt, sondern ganz im Gegenteil.

Ich schrieb erneut dem Jugendzentrum und wies sowohl auf die Rechtslage als auch die Gründe noch einmal dezidiert hin. Eine Reaktion erfolgte nicht. Ebenfalls wies ich die auf den Plakat genannten Sponsoren (u.a. Kindernothilfe, Gartencenter Schloesser, Mindgate.de, Bestattungen Menge, Bitburger Braugruppe bzw. Königs Pilsener und Windrive) auf den Umstand der Wildplakatiererei hin. Meine Hoffnung war, dass diese dem Veranstalter zur Einhaltung der Gesetze bewegen würden, was aber offensichtlich nicht der Fall war. Eine Reaktion mir gegenüber gab es nur von der Kindernothilfe aufgrund derer ich meine weitere Unterstützung dieser eigentlich guten Sache gerade überdenke.
Grundtenor war, dass man keinen Einfluss auf die ehrenamtlichen Helfer hätte.

Ich bin gespannt, ob die Plakate wenigstens nach der Veranstaltung sauber entfernt wurden oder nächste Woche noch immer dort hängen. Bzw. ob die Klebereste noch zu finden sind. Dies stellt nämlich u.U. Sachbeschädigung dar, denn nicht von jeder Scheibe lassen sich derartige Klebereste problemlos und schnell entfernen. Da man die Personen als solche nicht habhaft werden kann, werden in derartigen Fällen wohl die Veranstalter zur Rechenschaft gezogen.

Nicht zuletzt wird die Allgemeinheit durch Wildplakatiererei erheblich belastet, auch wenn man es vielleicht nicht direkt wahrnimmt, wird das Umfeld dadurch herunter gezogen. Das ganze erweckt einen verwahrlosten Eindruck, etwas was man sich bei dem Leerstand einfach nicht leisten kann.

Im Übrigen geht auch die Citymanagerin für die Innenstadt gegen Plakatspam vor. Da scheint es etwas besser zu laufen.

Hier einige Beispielbilder für das Folkfestival
Plakatspam
Plakatspam
Plakatspam
Plakatspam
Plakatspam

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