Kein Gas aus Russland!

Nach dem was sich Russland in Hinsicht auf Menschenrecht leistet würde ich gerne unrussisches Gas kaufen, weil ich dieses Land nicht mit einem Cent unterstützen möchte.

Also habe ich bei meinem derzeitigen Gasversorger angefragt. Folgende Antwort bekam ich:

Anders als für Strom gibt es im Gasmarkt bisher noch keinen Herkunftsnachweis für Erdgas. Im L-Gas-Marktgebiet (L für Low Caloric) kommt Erdgas vorwiegend aus Deutschland und den Niederlanden, im H-Gas-Marktgebiet (H für High Caloric) sind die Herkunftsgebiete deutlich vielfältiger (GUS-Staaten sowie die Erdgasfelder von Norwegen, Niederlande und Dänemark in der Nordsee).

Wie alle anderen Energieunternehmen müssen wir bei Zwischenhändlern einkaufen und haben dadurch nur wenig Einfluss auf die Herkunft des Gases. Wir prüfen daher die Möglichkeit, Herkunftsnachweise für Erdgas einzuführen. Zudem verfolgt Greenpeace Energy langfristig das Ziel, Standards für akzeptable Gasquellen festzulegen und die Standards über Herkunftsnachweise auch nachprüfbar zu machen.

Nach einem intensiven Auswahlprozess hat sich Greenpeace Energy im Jahr 2011 für die Wingas GmbH & Co. KG als Lieferant für Erdgas entschieden. Wingas beschafft die nötigen Mengen und speist das Gas ins Netz ein.

Zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses war die Wingas GmbH & Co. KG ein Gemeinschaftsunternehmen der Wintershall Holding GmbH in Kassel, des größten deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten, sowie der russischen OAO Gazprom. Wintershall hielt 50 Prozent plus einen Anteil an Wingas, der russische Erdgasproduzent 50 Prozent minus einen Anteil. Wintershall ist ein Tochterunternehmen der BASF AG. Im November 2012 haben Gazprom und die BASF AG verkündet, dass Gazprom die Wintershall-Anteile an Wingas übernehmen will. Wingas war zum Zeitpunkt des Auswahlprozess im Jahr 2011 einer der wenigen Dienstleister, der die für unser Produkt zentralen Kriterien erfüllt. Für Wingas spricht:

· Wingas gehört derzeit zu den wenigen Gas-Unternehmen, die nicht direkt im Einflussbereich der Atomindustrie stehen.

· Wingas liefert sowohl L-Gas als auch H-Gas und versorgt entsprechend beide Marktgebiete . Oft konzentrieren sich Dienstleister nur auf eines der beiden Marktgebiete.

· Das Unternehmen ist als Beschaffungsdienstleister und Lieferant in der Lage, auch mit rasch steigenden Kundenzahlen umzugehen.

Wir haben unseren Vertrag mit Wingas zunächst bis Ende 2013 abgeschlossen. Wir sondieren regelmäßig den Markt und prüfen die Angebote anderer Gasanbieter.

Ausgerechnet von Gazprom, dem Verein des Schröder „Demokraten“*. Aber anscheinend ist es egal, wo man sein Gas bezieht, denn einen Herkunftsnachweis gibt es nicht.

Gut, die Herkunft der einzelnen Moleküle, welche aus der Leitung kommen ist ohnehin eine andere, als jene des Gases für das man bezahlt, aber zumindest ideell geht es mir gegen den Strich Gas aus Russland zu beziehen. Die Alternative dazu Atomindustrie ist natürlich keine echte. Welch ein Dilemma.

* Jemand der Putin als Demokraten bezeichnet dürfte offensichtlich keine Ahnung von Demokratie haben.

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2 Antworten zu Kein Gas aus Russland!

  1. Eckart Schröder-Bergen schreibt:

    Das kann ja wohl nicht wahr sein! Greenpeace empfiehlt, Gas direkt und ausschließlich von Gasprom zu beziehen.
    Es ist höchste Zeit, hier etwas zu ändern.

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