Bienensterben durch Pestizide?

Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) warnt in einem Gutachten hat vor Risiken für Bienen durch Pestizide gewarnt. Die als relevant angesehenen Wirkstoffe sind Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam. Dem chemischen Grundgerüst nach gehören sie zu den Neonicotinoiden.

Anwendung finden die vorgenannten Stoffe zur Beize, in Granulatform oder in versprühbarer Form.

Neben der Schädigung von Bienen werden auch noch weitere unangenehme Eigenschaften in der Bundestagsdrucksache 17/12695 genannt. Dazu gehören Neurotoxizität und erhöhte Persistenz, welche im Bereich von bis zu mehreren Jahren liegt.

Es kommt teilweise zur Anreicherung in mehrjährigen Pflanzen. Die Abbauprodukte dieser Gifte können zumindest für Bienen sogar toxischer sein.

Mit den vorliegenden Untersuchungen liegt der Schluss nahe, dass die Neonicotinoide für das Bienensterben der letzten Jahre verantwortlich ist. Nicht nur durch die unmittelbare Giftwirkung, sondern auch wegen einer abnehmenden Widerstandsfähigkeit gegen Parasiten, wie Varroamilbe oder den Nosemapilz und natürlich auch gegen Krankheiten.

Es soll bereits heute Gegenden geben in denen Obstbäume von Hand bestäubt werden. Mit einigen Obstbäumen mag das noch gehen, allerdings würde dies mit Getreidefeldern schon ungleich schwieriger. Ohne die Biene könnten auf lange Sicht die Ökosysteme zusammenbrechen oder der Mensch müsst massiv eingreifen. Selbst dann würden nicht alle Arten gerettet werden können.

Es dürfte wohl etwas dran sein an der Aussage, dass wenn die Bienen sterben, die Menschheit dichtauf folgen wird. In seiner Kurzsicht und Gier vernichtet der Mensch sich möglicherweise selbst.

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20 Antworten zu Bienensterben durch Pestizide?

  1. Christian Conrad schreibt:

    Also, in Bezug auf Aussaat habe ich damit schon seit Jahrzehnten zu tun:
    Besonders ärgere ich mich über sogenannten „Biosamen“ der in bestimmten Fällen, den Regeln entsprechend, gebeizt werden darf.

    Lösung:
    1. Bio neu definieren
    2. Regionale + europ. Bestimmungen ect „durchforsten“
    3. Wie man mit den vielen Siegeln verfahren muß, ehrlich, weiß ich nicht!
    4. z. B. Fungicíde (Stoffe zum Vernichten schädlicher Pilze/bactericid) sind manchmal unabdingbar; leider. Ob man da züchterisch sinnvoll weiterkommt ist bis heute unklar. Daher Wirkbeschreibung wie bei Medikamenten + Alternativliste als Anlage bei jedem Schädlingsbekämpfungsmittel (= Fungizíd, also Pestizíd); wenn umfangreich Hinweis auf Internet.

    Gruß AHOI von @Pflanzpirat

  2. Anita Gribofsky schreibt:

    Es gab mal eine Zeit, da habe ich die Piraten gewählt. Und es gab eine Zeit, in der das Unwissen der Piraten einen gewissen Charme hatte. Aber bitte, bitte, kappen sie sofort Ihren Internetanschluss und ziehen Sie nach Tibet auf irgendeinen Berg.
    Ich will Ihnen nicht im geringsten Ihr Recht auf freie Meinungsäußerung nehmen, ich will Ihnen aber sehr wohl das Recht darauf nehmen das Netz mit Gelaber vollzupacken.
    Wieso glauben eigentlich immer Stadtmenschen den Landmenschen das Leben auf dem Land erklären zu müssen ?
    1.) Ich weiss nicht wo Sie im Biologieunterricht waren, aber: Es gibt es in Deutschland KEIN landwirtschaftlich genutztes Getreide das von Bienen bestäubt wird. Weizen, Gerste, Hirse, Mais, Triticale, Hafer, Roggen und Reis sind ALLES Windbestäuber und brauchen keine Insekten.
    2.) Haben sich seit JAHRZEHNTEN Betriebe darauf spezialisiert eigens für Obstplantagen Hummelvölker züchten und liefern. Geben sie mal bei Google „Hummelvolk bestellen“ ein.
    3.) Auf Ihre Petition „Gülleausbringung verbieten“ will ich gar nicht eingehen. Ihr Anliegen in allen Ehren, aber eine Ahnung von den jährlichen Bodenproben die Landwirte abliefern müssen, den Auflagen der Düngemittelverordnung oder der eigentlichen Praxis haben Sie wirklich nicht.
    Für mich sind Sie ein Pirat der Marke „Ponader-Light“ und es schmerzt mich sehr, das eine Partei die für mich persönlich einmal eine echte Alternative war von Leuten bevölkert wird die so ahnungslos (und stolz darauf) durchs Leben gehen.

    • ulrics schreibt:

      zu 1)
      Es kann sein, das es im Biologieunterricht nicht dran kam oder ich es nach über 20 Jahren schlichtweg vergessen habe. Niemand kann sich alles merken oder an alles denken. Wenn das jemand von einer Partei oder einzelnen Mitgliedern erwartet wird es wohl unmöglich sein eine Partei zu finden.
      Bei anderen Parteien werden Fehler aber dann entweder vertuscht, zum Beispiel durch Änderung eines Beitrags. Piraten stehen auch zu Fehlern, denn alle machen Fehler.

      zu 2)
      Gibt es nichts hinzuzufügen.

      zu 3)
      Hier muss klar widersprechen. Selbst wenn in regelmäßigen Abständen Bodenproben gezogen werden, heißt das noch lange nicht, dass dadurch die in Oberflächengewässer gewaschen Nitrate erfasst werden. Daneben gehen Nitrat besonders durch sandige Böden vergleichsweise schnell. Warum soll der Verbraucher höhere Gebühren für Trinkwasser für die Gülleverklappung zahlen?
      Zudem sind nicht nur Nitrate in der Gülle sind, sondern auch Antibiotika und quasi alles was vorher in die Tier reingepumpt wurde. Dazu kommen noch die Pestizide und was sonst so auf die Äcker ausgebracht wird. Davon kommt nicht alles bei der Pflanze an. Ein Teil wird in Gewässer gewaschen und ein Teil in den Boden.

  3. Anita Gribofsky schreibt:

    Zum Nitrathaushalt:
    Nein, die Bodenproben erfassen nicht die Werte im Oberflächengewässer, DAFÜR gibts die Wasserwirtschaftsämter, die Zusätzliche Proben nehmen und wenn es Auffälligkeiten gibt ermitteln.
    Das letzte mal wurde in meinem Heimatlandkreis ermittelt, ich glaube 1987 oder 1989, bin mir nicht mehr sicher. Da hatte ein Landwirt seine Wiesen im Naturschutzgebiet zu stark gedüngt. Die Wasserprobe hat Ihn entlarft und er hat Strafe gezahlt. Meiner Meinung nach funktioniert das System.
    Zusätzlich müssen Landwirte den gesamten Düngerverbrauch (und Kauf) dokumentieren, gibt es Diskrepanzen zwischen gekaufter und ausgebrachter Menge (im Verhältniss zu der Fläche) werden wieder Bodenproben genommen und dann hat man es Schwarz auf Weiß was im Boden los ist.
    Ich empfehle Ihnen das Buch „Biogas Praxis“ von Barbara Eder oder informieren Sie sich auf den Seiten des KTBL oder LFL über Nitrate. So ersetzt z. B. die Gülleausbringung das zusätzliche Düngen mit „Kunstdünger“.
    Allein Frau Eder hat der zulässigen Nitratberechnung in Ihrem Buch mehrere Seiten bewidmet.
    Ich bestreite nicht das Nitrat ein Problem darstellt, keineswegs. Jeder in der Landwirtschaft weiss das. Aber wie eben das mit den Bienen und den Windbestäubern:
    Journalisten holen sich Ihre Infos meist nur bei Umweltorganisationen, die natürlich nur IHRE Seite der Geschichte erzählen, zusätzlich muss der Zeitungsschreiber darauf achten dramatisch zu sein um Auflage zu machen.
    Aus meiner Erfahrung ist das „Landwirte-bashing“ deshalb in D so beliebt, weil es als niedere Arbeit angesehen wird. Landwirte können machen was sie wollen, sie MÜSSEN kritisiert werden.
    Zumal diese ganze Kritik um die Stickstoff- und Nitratewerte nur ein Feigenblatt ist. Wie stand es in der Petition die die Gülleausbringung verbieten sollte: „Mein persönlicher Grund dafür ist der grässliche Gestank….vor allem hier in Bayern wird mit Gülle nicht gespart.
    Bitte unterschreibt, um den Bauern auch mal ein paar Grenzen aufzuzei¬gen“ Und DAS als Begründung für ein Gesetz !
    Darum geht es, kein anderer Grund. Gestank und das man zwar auf dem Land leben will, aber auf der Straße keinen Trecker vor sich und keinen Güllegestank in der Luft haben will.
    An Ihrer Stelle würde ich mir mehr Sorgen über Östrogen im Trinkwasser machen.

    Es stimmt, der Nitrat und Stikstoffgehalt hat in den letzten Jahren zugenommen, wohl auch wegen der erhöhten Zahl der Biogasanlagen. Wie bei jeder anderen Technik gibt es am Anfang Verwerfungen und Mißstände, aber wie in dem von Ihnen bereits verlinkten Artikel beschrieben, der Gehalt geht zurück und wird auch weiterhin zurückgehen. Und nur weil die EU irgendsoeinen willkürlichen Termin gesetzt hat, den man jetzt nicht einhalten kann, geht die Welt nicht unter, auch das ist eine Tatsache.

    • ulrics schreibt:

      Ich erinnere mich noch an den Botanikunterricht in soweit, dass jede Pflanze einen spezifischen Nährstoffbedarf hat. der limitierende Faktor ist immer der wachstumskontrollierene Faktor. Das heißt, wenn Gülle ausgebracht wird und zusätzlich die fehlenden Stoffe noch nachgedüngt werden sind immer noch einige Stoffe aus der Gülle übrig, für die die Pflanzen keine Verwendung haben. Wie zum Beispiel die Antibiotika und andere Medikamente, welche den Tieren gegeben wurden. Östrogen ist natürlich auch ein Problem aber weniger tödliche als multiresistente Keime.

      • Anita Gribofsky schreibt:

        Das mit den resistenten Keimen ist wieder so ein Thema. Da gab es vor kurzem auch eine Petition die die Gabe von Antibiotika stärker reglementieren soll. Da hab ich eine (m. M. nach) recht gute Abhandlung über Stall und Schweinehygiene reingeschrieben. Ich versuche mich hier in der Kurzfassung:
        In D darf ich einem Tier nur dann Antibiotika geben wenn es krank ist. Klingt vernünftig. Macht in der Praxis keinen Sinn, hier der Grund:
        In jedem Stall und auf jedem Bauernhof haben sie einen eigenen Bakterienhaushalt, ein Bakterienmilieu. Wird ein Tier von einem Milieu in ein anderes gebracht wird es zwangsläufig krank. Meist nur eine kleine Erkältung oder Durchfall, nichts lebensbedrohendes, nur eine Umstellung auf den neuen Bakterienstamm. Aber diese Krankheit dauert gern eine ganze Woche. Und auch wenn sie nicht lebensbedrohend ist, angenehm ist sie nicht. Schon mal eine Woche Durchfall gehabt?
        In der Landwirtschaft haben sich die Betriebe spezialisiert, die einen züchten die Ferkel und verkaufen diese dann an die Mastbetriebe. In so einem Mastbetrieb herrscht dann das eigene Bakterienmilieu, zusätzlich kommen im worst case 5 andere mit Schweinen aus anderen Ställen dazu. Das ergibt dann dass mit nahezu 100%iger Sicherheit gesagt werden kann dass die Tiere innerhalb der ersten 3 Wochen krank werden. Ist es jetzt den Tieren gegenüber fair erst darauf zu warten dass sie krank werden und dann Antibiotika zu geben, oder ihnen im Vorfeld eine Behandlung zu verpassen?
        Haben sie eigentlich gewusst, dass Schweine, wenn sie krank sind, gern zur Selbstmedikation den Urin anderer Schweine trinken? Von wegen „the Human centipede“, es müsste Pig centipede heißen.
        Dieses Schema können sie fast baugleich auf die Geflügelhaltung übertragen. Die logische Alternative wäre natürlich einfach den Fleischkonsum /-produktion einzudämmen. Hier kann ich sie beruhigen:
        Seit gut 5 Jahren geht die Zahl der WELTWEIT gehaltenen Schweine zurück (Angaben des Schweinezüchterverbands), da die Auflagen zu groß und zu kompliziert sind, so dass viele Landwirte damit aufhören und sich andere Geldquellen suchen, z. B. eine Biogasanlage.
        Sie sehen, alles gehört zusammen, die Züchter, Mäster, Biogasanlagen… Das alles ist volks- und betriebswirtschaftlich gesehen wie ein Organismus der sich wie es Darwin beschrieben hat anpasst:
        Kann ich mit dem einen nicht überleben, probiere ich was anderes, funktioniert das auch nicht, dann wieder was anderes.
        Aber wie gesagt, Landwirte sind „niedere Wesen“ und müssen kritisiert werden und sei es nur weil sie erfolgreich sind oder existieren.

        • ulrics schreibt:

          Wir nur den Tieren, die umziehen Antibiotika gegeben oder allen?
          Wenn alle welche gegeben würden, dürfte es steril sein, also gar kein Bakterienmilieu. Ansonsten könnte die mitgebrachten Keime zu Problemen führen. Als prophylaktische Behandlung sind Impfungen sinnvoller. Wobei die Fleischproduktion eh vor einem drastischen Wandel steht, der auch Tierschützer freuen dürfte. Es wird daran gearbeitet, dass Fleisch direkt aus Zellen zu züchten. Also Fleisch aus der Retorte.

          • Anita Gribofsky schreibt:

            Sorry, mußte an meiner Projektarbeit weitermachen, hatte keine Zeit.
            Das Problem ist ja, das es verboten ist den Tieren im Vorfeld Medikamente zu geben das sie nicht krank werden.
            Aber komplett steril kriegst du einen Stall eben nie. Denn um den gesamten Stall (denk nur mal an die Gülle unter den Ställen) frei von Krankheitserregern zu bekommen wäre es nötig entweder alles mit Dampf einzusprühen oder wieder mit Antibiotika zu arbeiten, was dann wieder die resistenten Keime fördern würde.

  4. Anita Gribofsky schreibt:

    Fun fact:
    Jeder regt sich über die „Maiswüsten“ auf. Würden die Biogasbauern ihre Anlagen NUR mir Gras füttern (kein Problem, aber halb so viel Ertrag wie Mais), wären zwar überall Wiesen, aber die Bauern könnten (und würden) 3-4X auf die Flächen Gülle fahren anstatt 1-2x auf Mais und die Zwischenfrucht.
    Den der Stickstoffbedarf von Grünpflanzen ist viel höher, die brauchen den Dünger.

    • ulrics schreibt:

      Aber einer gewissen Höhe dürfte es wohl kaum mehr möglich sein Gülle auf Mais auszubringen. Sonst würde wohl häufiger ausgebracht.

      • Anita Gribofsky schreibt:

        Unterschiedlich, je nachdem wer Düngt. Aber im Allgemeinen fährt man keine Gülle mehr, sobald sich die ersten Pflanzen zeigen. Denn ist die Gülle auf den Pflanzen und die Sonne würde sie trocknen, würde sich die Gülle in die Pflanzen „brennen“. Das tritt aber auch bei jedem anderen Dünger auf. Deshalb soll man nach Möglichkeit vor einem Regenschauer düngen/Güllefahren. Aber aufs Jahr bezogen können sie einen Maisacker max. zweimal düngen, also vor der Saat und nach der Ernte. Wobei die gesetzliche Regelung beachtet werden muss: Ausbringung auf Ackerland vom 1. November bis 31. Januar und auf Grünland vom 15. November bis 31. Januar verboten. Außerdem auch verboten, wenn der Boden noch bis zu einer bestimmten Tiefe gefroren ist, da sonst die Gülle ungehindert ins Grundwasser dingen könnte . Sehen sie, es ist ja alles reglementiert.

  5. Anita Gribofsky schreibt:

    Zum Thema Pestizide:
    Anbau von Mais (Pflanzenschutz)
    Mais hat den geringsten Pflanzenschutzmittel-Index aller Kulturpflanzen. Er wird kurz nach der Aussaat einmal mit einem Herbizid behandelt, da nach erfolgt in der Regel keine weitere
    Pflanzenschutzmittelbehandlung. Andere Kulturarten, zum Beispiel Weizen, werden
    wesentlich häufiger gespritzt. Für Weizen hat die Studie „Neptun 2000 – Erhebung von Daten zum tatsächlichen Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel (PSM) im Ackerbau Deutschlands“ von der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (2002) eine durchschnittliche Häufigkeit von 3,74 Pflanzenschutzmittelbehandlungen ermittelt. Kartoffeln werden im Schnitt 8,56-mal gespritzt. Mit durchschnittlich 1,24 Behandlungen weist der Mais die geringste Behandlung mit PSM auf.
    Quelle: http://www.biogas.org/edcom/webfvb.nsf/id/DE_Stellungnahme_des_Fachverbandes_Biogas_e_V_zum_Hintergrundpapier_des_NABU/$file/11-09-30_stn_NABU.pdf

    • ulrics schreibt:

      Die Häufigkeit des Spritzens sagt wenig darüber aus, was gespritzt wird und wie gefährlich dies ist.

      • Anita Gribofsky schreibt:

        Sehr richtig, schön dass wir hier einer Meinung sind. Nur habe ich bisher noch keinen „Grünen“ oder „Umweltschützer“ gehört der explizit gerügt hat, WAS gespritzt wurde, sondern es wird immer die MENGE gerügt.
        Ich habe es, nach Gesprächen mit einigen Landwirten, so verstanden,
        ACHTUNG, meine Meinung, DAS WAS ICH MIR ZUSAMMENGEREIMT HABE; NICHT WISSENSCHAFTLICH BEWIESEN!!
        Wenn das Bienensterben wirklich auf die Spritzmittel zurückzuführen ist, so wären es die neuen Pestizide gegen den Maiswurzelbohrer und den Maiszünsler. Der Befall mit diesen Schädlingen tritt erst seit kurzem auf, vor 10 Jahren waren sie so gut wie unbekannt in Mitteleuropa. Das waren neue Stoffe, die bisher noch in keinem großen Test angewandt wurden und das mit den Bienen war, WENN ES AUF DIE PESTIZIDE ZURÜCKZUFÜHREN WÄRE, ein negativer Nebeneffekt.
        Und nein, mein Capslock klemmt nicht, ich will nur ganz genau und unmissverständlich darauf hinweisen, dass es bisher keinen (mir bekannten) Beweis gibt das es so war.
        Ich schließe es nicht aus, weiß Gott nicht. Zu oft sind in der Vergangenheit angebliche Wundermittel nur wegen ihrer Nebenwirkungen im Gedächtnis der Menschheit geblieben, man denke nur an Contergan.
        Aber was m. M. nach dieser ganzen Diskussion um Bienen, Maisfelder, Subventionen, Biogasanlagen und Gülle abgeht ist die Sachlichkeit. Da wird zu oft rein mit Emotionen (Gülle stinkt) und negativen Klischees (Bauern werden zu 100 % subventioniert) argumentiert.

        • ulrics schreibt:

          Was Gülle und stinken angeht, wäre ein Gerät zum ausfahren und direkten einarbeiten sinnvoller.

          Zu 100% subventioniert bestimmt nicht. Mir wäre aber lieber die Subventionen würden komplett gestrichen und wir hätten einen transparenten, wenngleich teureren Preis im Supermarkt.

          • Anita Gribofsky schreibt:

            Da muß ich zustimmen. Meine Familie wohnt nur 20 km von der Grenze zu Österreich entfernt. Bis auf Schweinefleisch, das wir ja selbst produzieren, kaufen wir alles Fleisch und Geflügel dort. Man schmeckt wirklich den Unterschied. Zwar kosteten dort Lebensmittel ca. 30 % mehr, aber den Preis zahlen wir gern.
            Nur musst zu auch damit leben können, das dann nur noch sehr wenige Großbetriebe übrig bleiben, da kleine Betriebe nicht genug Einsparungspotential haben um am Markt konkurrenzfähig zu bleiben. Und selbst wenn das nicht eintritt, ist man dann zwangsläufig auf Lebensmittel aus dem Ausland angewiesen, was wiederum eine Abhängigkeit zu Folge hat.
            Ich glaube 2009 war es, da hat Greenpeace in Zusammenarbeit mit Greenpeace einen Testeinkauf in D und AT gemacht. Leider habe ich den Artikel nicht mehr, eine kurze Stellungsnahme von Greenpeace hier:
            http://www.greenpeace.de/themen/chemie/nachrichten/artikel/filialen_von_edeka_rewe_und_tengelmann_erhalten_pestizid_preis/
            Im kompletten Artikel wurde nachgewiesen, das Supermärkte in D und AT vom selben Verpacker die Ware bekommen haben, nur die in D waren belastet, die in AT nicht. Die deutschen waren 15 – 25 % billiger, ich denke, das sagt alles aus.

            Bei Bio bin ich mehr als skeptisch, Biofleisch z. B. ist schädlicher als konventionelles, siehe hier:
            http://www.animal-health-online.de/gross/2013/02/17/verbraucherrisiko-toxoplasma-gondii-den-verbraucher-wenigstens-informieren/24072/
            Nur redet keiner darüber, weil „Bio“ über jeden Zweifel erhaben ist.
            Biobauern können auch ohne Subventionen nicht überleben, siehe hier:
            http://www.wiwo.de/unternehmen/handel/fleisch-bio-boom-geht-an-deutschen-landwirten-vorbei/7990790.html

            Zum „in vitro“ Fleisch:
            Ich bin mehr als skeptisch. Es gab schon so viele Versuche „besseres“ Fleisch am Markt zu etablieren, z. B. Tofu Schnitzel und es hat nicht funktioniert. Außerdem glaube ich das es um dieses Fleisch zu essen eine gewisse Überwindung kostet.
            Ich für meinen Teil wäre mehr an Insekten interessiert. Ein Rind braucht um eine Kalorie Fleischmasse aufzubauen ca. 10 Kalorien an Futtermittel. Beim Schwein ists glaub ich 1:8 und beim Huhn 1:3. Bei Insekten (Maden) ists fast 1:1.

            Obwohl ich auch nicht scharf darauf wäre mir einen Teller Maden reinzuziehen, glaube ich, wenn es um Wirtschaftlichkeit geht, könnten sich Insekten durchsetzten. Außerdem, wenn es mal zu Hackfleisch verarbeitet wurde, ist es eh egal was es mal war.

            • Anita Gribofsky schreibt:

              Doch noch gefunden:
              Zitat:
              „Auffällig ist, dass REWE in Deutschland deutlich stärker pestizidhaltige Ware anbietet als ihre Tochter Billa in Österreich. Billa hat sich schon 2003 das Ziel gesetzt, rückstandsarme Ware anzubieten. „Die Deutschen sind bei REWE Verbraucher zweiter Klasse“, so Krautter. „Warum bietet REWE Deutschland den Verbrauchern nicht die gleiche Qualität wie REWE Österreich?““
              Zitat ende.
              http://www.greenpeace.de/themen/chemie/nachrichten/artikel/der_pestizid_dealer_um_die_ecke_ihr_supermarkt/
              und hier:
              http://www.greenpeace.de/themen/chemie/presseerklaerungen/artikel/supermaerkte_im_pestizid_vergleich/
              Der zweite Link sagt alees aus:
              Deutschland hat die billigsten Lebensmittel in Westeuropa und die am meisten pestizidbelasteten, jeder der den Zusammenhang nicht erkennt braucht wohl auch Hilfe um sich morgens anzuziehen.

            • ulrics schreibt:

              Ich würde gerne mal Maden und so probieren, solange man sich dabei keine Krankheiten einfängt und die gekocht oder geröstet sind.
              Bei dem Fleisch geht es nicht um den Ersatz, sondern darum, dass in einer Nährlösung aus einzelnen Zellen einer Kuh zum Beispiel ein Schnitzel entsteht. Der Nährstoff und Wasserverbrauch wäre deutlich geringer als bei einer echten Kuh und es entstände auch kein Methan oder anderes.

  6. gruenwolf schreibt:

    um es mit Facebook zu sagen: Gefällt mir! http://gruenwolf.wordpress.com/

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