SEO-Spam

Die eigene Internetseite für Suchmaschinen zu Optimieren ist die Absicht von etlichen Seitenbetreibern die ihren Rang künstlich steigern wollen. Das geht mit fairen Methoden, indem einfach mehr Informationen auf die Seite gestellt werden und Verlinkungen von anderen Seiten erstellt werden, die zum Thema passen. Selbst mit Blogs ist das möglich über den Kommentar zu verlinken. Allerdings muss dann der Text auch zum Thema passen.

Es gibt allerdings hier sehr viele schwarze Schafe, welche mit Spammethoden arbeiten. Dazu werden von Programmen, wie Scrapebox massenhaft Kommentare in viel gelesene Blogs eingebracht. Meist mit einem oder mehreren Links auf Seiten, deren Rang auf diesem Weg verbessert werden soll. Scrapebox ist natürlich nur ein Beispiel aber neben einigen andere Funktionen hat es nun mal die Funktion massenhaft Kommentare zu erzeugen. Ich vermute sogar, dass andere sind nur Alibifunktionen.
Die Kommentare sind gekennzeichnet durch eine geistige Leere, wie zum Beispiel allgemeines, wie schönes Blog oder anderes kurzes, was nicht zum Thema passt. Deutlich erkennbar ist hier der mangelnde Themenbezug oder die falsche Sprache. Oder einfach seltsame Zeichenketten. Die Verlinkung findet oft auf zweifelhafte Seiten statt. Ebenso wird gerne Trackbackspam verwendet.

Richtig im Sumpf sind dabei jene Seiten, welche nicht einmal ein Impressum haben oder deren Impressum falsch ist. Hier hilft natürlich eine Info an die Wettbewerbszentrale, welche solche Impressumslosen schon mal gerne mal abmahnt. Haben Spammer aber auch nicht andere verdient. Bei Spammern habe ich keine Toleranz. Suchmaschinen-Spamming mit Backlinks ist einfach das letzte. Und eine Unterscheidung in white hat und black hat ist nach dem Wiki eher schwierig bzw. die Grenzen sind fließend.
Auf der zuvor verlinkten Wikipediaseite steht ein schöner Satz: „Informative Seiten mit gehaltvollem Inhalt haben Manipulationen der beschriebenen Art nicht nötig, da sie durch viele Hyperlinks von verschiedenen Internet-Usern gefördert werden.

Nerviger Effekt von SEO ist zum Beispiel bei der Suche zu bestimmten Themen tauchen tausende Seiten auf, die auf Amazon verlinken. Der wirklich gewünschten Treffer werden nicht gefunden, weil sich SEOer in Vordergrund drängen und relevante Sucherergebnisse verdrängen. Für mich persönlich verläuft die Grenze da, wo ich schlechte Ergebnisse in der Suchmaschine bekomme und wo ich mit schwachsinnigem Blogspam bespammt werde. Auch von Seiten aus Deutschland.

Aber es gibt natürlich auch Abwehrmaßnahmen. Da wäre einmal, wie bereits gesagt die Wettbewerbszentrale, der ich mich bei Blogspam auch schon öfters bedient habe. Dann lässt sich natürlich teilweise auch die Anschrift des Domaininhabers ermitteln. Allerdings ist hier auf die DENIC wenig verlass. Denen reicht ein Hinweis nicht, dass die Angaben des Inhabers der Seite nicht stimmen oder gar die Adresse nicht existiert. Ich habe den Eindruck, dass bei der DENIC jeder Nutzer machen kann was dieser will, solange bezahlt wird. Richtige Angaben bei der DENIC scheinen da nicht wichtig zu sein.

Von der Verbraucherzentrale sehe ich bisher keine Aktivitäten gegen Blogspam oder die DENIC.

Habe festgestellt, dass die Internetbeschwerdestelle, bei Beschwerden zum WWW anscheinend nur Pornografie und sonstige jugendgefährdenden Inhalte kennt. Das es auch anderes illegales geben könnte kommt denen nicht in den Sinn.

Natürlich kann auch jeder belästigte selbst eine Abmahnung auf den Weg bringen. Ist auch nicht so schwierig. Hier finden sich beispielhaft entsprechende Vorlagen (Abmahnung und Unterlassungerklärung), die noch angepasst werden müssen. Und bevor jetzt jemand sagt die Piraten würden Abmahnungen unterstützen.
Massenhafte Abmahnungen zu kommerziellen Zwecken heißen die Piraten nicht gut, allerdings stehen im Fall von Spam die Verbraucherrechte im Fokus und eine Abmahnung im Einzelfall zur Abwehr von Spam können die Piraten zumindest in meinem Verständnis gutheißen.

Natürlich sind auch Spamfilter und Antispamfunktionen möglich. Dadurch kann der Spam schon reduziert werden. Wichtig ist auf jeden Fall das Blog so einzustellen, dass Kommentare erst erlaubt werden müssen, was einem im übrigen auch vor strafrechtlich relevanten Kommentaren schützt. Dadurch wird den Spammern der Boden entzogen. Zudem ist Blogspam, sowohl Manuell als auch Automatisch schon veraltet und wird an einigen Stellen hart verfolgt. Wie zum Beispiel in meinem Blog. Die Spammer werden hier genannt auf der Seite „Spam unerwünscht“. Das nennt sich dann negatives SEO, weil ich hoffe, dass Google auch schaut, ob eine Seite im Zusammenhang mit Spam genannt wird. Das ganze geht aber natürlich auch mit einem Spam Report bei Google&Co selber, allerdings nur, wenn mensch bei Google angemeldet ist.
Andere Präventivmaßnahmen findet man hier. Besonders interessant finde ich das Thinktime Konzept, dass eine bestimmte Zeit notwendig ist, bevor man einen Kommentar abschickt.

In besonders penetranten Fällen könnte auch eine Anzeige wegen Computerbetrug in Frage kommen. Schließlich wird ein Kommentar vorgetäuscht um besser in Suchmaschinen aufzutauchen und damit die Finanzen aufzubessern. Eigentlich könnte mensch Spam auch als virtuelle Sachbeschädigung sehen. Ich denke hier wäre für kreative Anwälte ein weiter Betätigungsbereich, zumal der Kampf gegen Spam sicherlich von der Mehrheit der Bevölkerung unterstützt würde.

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3 Antworten zu SEO-Spam

  1. M. Grobwerk schreibt:

    Moin …
    Hier mal eine „neue“ Methode: ebay- und/oder sonstige Kleinanzeigen werden automatisch zu „Artikeln“ gewandelt: ukykojanisizuh.blogspot.de/2012/08/couchtisch-wei-mit-glasplatte.html
    SO ETWAS kannte ich bis dato nicht … einfach nur zum KOTZEN!

    • ulrics schreibt:

      Ich habe mal den Link entschärft, sonst kriegen die noch zusätzliche Links.

      Ist wahrscheinlich ein billige Methode, um das Ranking mit „echtem“ Inhalt zu steigern.
      So etwas meldet mensch am Besten der Wettbewerbszentrale, denn es fehlt ein Impressum und erweckt einen höchst kommerziellen Eindruck.
      Ich hab es gerade zwar mal dem Betreiber der Seite gemeldet aber da es sich um Google handelt erwarte ich nicht sonderlich viel.

  2. Pingback: Google eine Spam-Unterstützer? | ulrics

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