Am Niederrhein werden viele Löcher in wertvollen Ackerboden gemacht, um Kies für die Bauindustrie zu gewinnen. Die selbe Bauindustrie brauch Zement und Stahl um neue Gebäude zu bauen, weil es billiger ist alte Gebäude abzureißen, statt diese zu sanieren. Mit dem Bauschutt werden dann Deponie aufgeschüttet, die staatlich mit Überkapazitäten subventioniert werden.
U. a. für die Stahl- und Zementindustrie will die Pipelinefirma Open Grid Europe eine CCS-Pipeline bauen (Delta Rhine Corridor).
Fakt ist Stahl lässt sich auch anders Gewinnen, als Koks in Kohle umzuwandeln und damit Eisen aus Erz zu extrahieren. Die anderen Verfahren können zu 100 % klimaneutral gestaltet werden. Also gibt es hier keine Grund für CCS.
In der Zementindustrie wird CO2 aus dem Rohstoff freigesetzt. Wenn man weiterhin auf Zement setzt geht dies natürlich nicht. Dabei gibt es durchaus Klebstoffe, die deutlich besser sind als Zement und zudem noch CO2 im Gebäude speichern können. Dazu müssten aber viele Prozesse neue gedacht werden und so etwas liegt Menschen nicht so. Vermutlich würde nur ein Zementverbot die Innovationspotentiale heben. Aber auch hier steht fest, dass es kein CCS braucht. Wenn man allerdings Steine mit einem Klebstoff zusammenklebt, dann kann man den Bauschutt auch direkt vor Ort verarbeiten zu neuen Gebäuden. Dann braucht es keine Bauschuttdeponien und auch keine Kieslöcher.
Somit steht fest, dass eine CCS-Pipeline direkt in mehrfacher Hinsicht der Umwelt schadet und zugleich Innovation verhindert.
Natürlich müsste man bei einem Steinklebstoff gucken, wie der ausreichend Feuerbeständig wird. Aber sowohl dies, als auch das Recycling lassen sich regeln.
Für mich ergibt sich daraus nicht nur, dass man die CCS-Todespipeline verhindern muss, sondern auch, dass dies ein gemeinsames Interesse der Landwirtschaft, anderer Kiesgegner und auch Gegnern von Bauschuttdeponien ist. Vermutlich gibt es auch hier noch etliche weitere mit derartigen indirekten Betroffenheiten.
Dem Klimaschutz dient CCS ebenfalls nicht, weil ersten die Abtrennung nicht vollständig sein kann und zweitens weil es für die notwendigen Mengen keine sichere Endlagerung gibt.