Der WDR ist mitverantwortlich für Tote und Verletzte Kinder im Straßenverkehr durch unwahre Berichterstattung.
Die Unwahrheit fängt schon in der Überschrift an:
„Zahl verunglückter Kinder erreicht Zehnjahreshoch“
Die Kinder sind nicht verunglückt, sondern wurden vorsätzlich oder fahrlässig von Menschen am Steuer von KFZ verletzt. Überwiegend dürfte es vorsätzlich sein, weil die Verkehrsregeln nicht eingehalten werden.
Insbesondere gegen StVO § 3 wird ständig durch Personen am Steuer von KFZ verstoßen:
„(2a) Wer ein Fahrzeug führt, muss sich gegenüber Kindern, hilfsbedürftigen und älteren Menschen, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, so verhalten, dass eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.“
Das geht oft gut, aber halt nicht immer, weshalb sowohl Kenntnis, wie auch ständige Kontrolle so wichtig ist. Auch Tempo 30 kann je nach Situation zu viel sein. Im Winter im Dunkeln am Morgen kann es auch durchaus Schrittgeschwindigkeit auf der Hauptstraße notwendig sein.
Also selbst wenn die Kinder sich falsch verhalten sollten ist trotzdem die Person am Steuer des KFZ verantwortlich. Das muss man auch klar so benennen, denn ansonsten verharmlost man Körperverletzung und andere Verbrechen mit KFZ. Verunglücken klingt so, als könnte man nichts dagegen tun, dabei ist das unwahr. Einhaltung der Verkehrsregeln und Kontrolle sind genauso wichtig, wie Medien die wahrheitsgemäß berichten und nicht ständig so tun, als wären tote und verletzte Kinder etwas, dass man nicht verhindern könnte. Eine wesentlich Bedeutung hat bei der Berichterstattung deswegen die korrekt Wortwahl, welche das Fehlverhalten nicht beschönigt oder verharmlost. In dem Artikel wird die Verharmlosung „Temposünder“ für Raser zwar nicht erwähnt, aber auch solche Begriffe tragen zu Toten und Verletzten bei.
Statt:
„Fast 20 Kinder und Jugendliche sind im vergangenen Jahr durchschnittlich jeden Tag auf den Straßen in NRW verunglückt.“
müsste in dem Beitrag eigentlich stehen:
„Fast 20 Kinder und Jugendliche wurden im vergangenen Jahr durchschnittlich jeden Tag auf den Straßen in NRW getötet oder verletzt.“
Denn es ist keine höhere Gewalt sondern das aktive Handeln von Personen am Steuer von KFZ. Ob es Absicht war entscheiden Gerichte, aber Fakt ist die Verantwortung.
Worte haben ein enormes Gewicht, weshalb die falsche Wortwahl durch Medien einen erheblichen Beitrag leistet, damit sich Personen am Steuer von KFZ gar nicht richtig damit befassen, was alles schief gehen kann, wenn man sich nicht an die Regeln hält.
Auch diese Passage, lässt den Täter völlig außen vor:
„Sie will eine Ampel in Löhne überqueren, als sie von einem abbiegenden Lkw erfasst wird.“
Korrekt fehlt hier erstens die Angabe nach wo abgebogen wurde, weil beim Abbiegen nach Rechts Schrittgeschwindigkeit für KFZ über 3,5 t gilt. Und auch von der Rechtschreibung ist das falsch, weil LKWs nicht abbiegen, sie werden nach links oder rechts gesteuert. Bei Mord oder fahrlässiger Tötung nur die Tatwaffe zu erwähnen, ist eine beständige Fehlleistung des Journalismus beim Straßenverkehr.
Die Frage:
„Warum Kinder in NRW häufiger verunglücken“
beantwortet sich eigentlich von selbst, wenn man in die StVO und die einzelnen Sachverhalte anschaut. Verstoße gegen die StVO am Steuer von KFZ und Verharmlosung durch die Medien. Wie die bereits erwähnte Verniedlichung von potentiellen Mördern/Totschlägern als Temposünder. Es ist fast immer überhöhte Geschwindigkeit.
Und auch beim Mitfahren von Kindern sind es in letzter Konsequenz fast immer Tempoverstöße und teilweise in Kombination mit Selbstüberschätzung und fehlender Aufmerksamkeit. Um so wichtiger ist es immer wieder auf die Verkehrsregeln hinzuweisen, gerade bei sog. Unfällen, um die Menschen am Steuer zu sensibilisieren. Denn leider ist der Führerschein, wenn einmal erworben lebenslänglich gültig ohne Nachschulung, außer vielleicht ein wenig bei Berufskraftfahrern. Die zunehmende Rücksichtslosigkeit im Straßenverkehr wird in dem Beitrag nicht einmal als Teilursache erwähnt.
Wir müssen endlich weg von dieser ständigen Verharmlosung, weil diese mitverantwortlich ist. Das zugleich auch Verhöhnung aller Opfer im Straßenverkehr. Der WDR muss sich schämen trotz der hohen Gebühren so einen Mist zu veröffentlichen.
