Habe gestern folgenden GO § 24 Antrag bei der Stadt Duisburg eingereicht:
Aufforderung zum Handeln gegen die Bölleranarchie
Begründung:
Am 30.12.2025 gab es wieder rechtsfreie Räume in Duisburg.
Aber das ist natürlich kein Einzelfall. Man verliert das Vertrauen in den Rechtsstaat, weil nicht gehandelt wird. Bereits ab Verkaufsstaat wird rumgeböllert. Als ich am 30.12.2025 unterwegs war konnte man an vielen Stellen Böllerreste sehen. Die werden natürlich wieder einmal auf Kosten der Allgemeinheit beseitigt.
Und während man bei Messerattacken sofort bereit steht mit Forderungen, ist das Beschießen von Straßenbahnen mit Explosivstoffen scheinbar kein Grund überhaupt etwas zu tun. So lächerliche Maßnahmen, wie Videoüberwachung kann man sich schenken, damit verdrängt man das Problem höchstens zu anderen Zeiten oder an andere Stellen, wie man deutlich sieht.
Es braucht endlich echte Konsequenzen. Seien es nun Böllerverbotszonen mit Kontrollen oder ein Verkaufsverbot in ganz Duisburg vor dem 31.12. Ebenfalls sinnvoll wäre eine Aufräumumlage auf Geschäfte, die Feuerwerk verkaufen. Warum soll die Allgemeinheit erst den Lärm ertragen müssen und dann auch noch für die Beseitigung des Drecks bezahlen müssen? Das ist einfach ein Unding. Man könnte auch das Böllern auf 31.12. 23:59-0:30 am 01.01. beschränken statt zwei Tage Böllerterror erleben zu müssen, bzw. mind. eine Woche, wie es derzeit Realität ist.
Bei Verstößen gegen geltendes Recht nicht zu handel erodiert den Rechtsstaat und hier sind untätige Behörden mitverantwortlich, ebenso die Politik, die offensichtlich keine Position beziehen will und lieber prokrastiniert, statt sich für die Menschen einzusetzen.
Silvester ist keine Tradition, sondern nur noch ein Anarchofest. Es ist einfach nur extrem dumm Menschen auf Drogen mit Explosivstoffen spielen zu lassen und die Allgemeinheit hinterher die Kosten tragen zu lassen. Sei es nun für appe Finger oder abgebrannte KFZ. Die Mehrheit ist aufgrund dieser Exzesse wenig geneigt Parteien zu wählen, die nichts tun, für die Allgemeinheit. Böllern passt einfach nicht mehr ins Stadtbild von heute.
Und es hilft sicherlich auch mal mit Sprengstoffspürhunden nach Feuerwerk zu suchen. Etwa Illegales, was an Buden verkauft wird.

…unsere tolle Stadtverwaltung macht ja, wie seit einigen Jahren üblich, lieber kollektiv Urlaub und ist erst ab dem 05.01. wieder im Dienst. Bis dahin „dürfen“ die Bürger selber schauen, wie sie zurechtkommen… Wobei es auch mit „anwesender“ Stadtverwaltung nicht sonderlich anders aussieht, Stichwort Falschparker z. B.
Als anzeigende Person wird man in einem pampigen Tonfall aufgefordert, die „ständigen Anzeigen“ zu unterlassen. Als sei nicht der Falschparker der Störer, sondern der Hinweisgeber.
Was Anzeigen angeht habe ich da bisher keine derartige Rückmeldung von der Stadt Duisburg erhalten, Krefeld will immer, dass man deren grottenschlechtes Formular statt Wegli benutzt.