Mir erschließt sich nicht, warum die NRZ heute unter „Die gute Nachricht“ einordnet, dass die Landesverkehrswacht Pseudoprävention betreibt und Glitzerzeugs verteilt. Eine Aktion „NRW leuchtet“ ist ein Armutszeugnis, denn wenn man Gefährdungen bekämpfen will, muss man an der Quelle ansetzen und endlich die Verkehrsregeln durchsetzen.
StVO § 3 sagt eindeutig was zu tun. Man darf eigentlich nur so schnell fahren, dass man rechtzeitig anhalten kann. Das heißt bei Dunkelheit und Nässe muss deutlich langsamer gefahren werden. Die Behörden kontrollieren allerdings die Geschwindigkeit immer nur so, als wäre Sonnenschein.
Und davon, dass nach einem „Unfall“ durch „Übersehen“ mal ein Sehtest gemacht worden wäre las ich bisher auch noch nichts. Mit so einer Kampagne betreibt man genaugenommen sogar Täter-Opfer-Umkehr, denn man gibt den Opfern von motorisierter Gewalt die Schuld für Unfälle, weil diese nicht sichtbar genug wären, obwohl es am Fehlverhalten der Autofahrenden, sowie der Behörden und Politik liegt.
Wenn man am falschen Ende ansetzt, kann VisionZero nicht gelingen. Wie im Arbeitsschutz muss Prävention bei der Gefahrenquelle dem KFZ ansetzen und nicht bei den Gefährdeten.