Einfach Geschlechtsneutral gendern durch entgendern – #queer #gleichberechtigung #intersexuell

Auch wenn es andere Meinungen gibt, ist wissenschaftlicher Fakt, dass es mehr als zwei Geschlechter bzw. viele Facetten im Geschlechterspektrum gibt. Deswegen gibt es Versuche mit einem * oder _ eine angemessene Erwähnung zu erreichen. Wobei das meiner Meinung nach nicht sonderlich elegant wirkt und auch bei der Aussprache recht holprig wird. Zudem ist immer zu bedenken, dass Text länger werden und damit mehr Papier und Tinte verbrauchen, was schlecht für Klima und Umwelt ist. Geschickt Gendern ist also auch Klimaschutz.

Das geht auch geschickter.

Teilnehmer => Männliche Form
Teilnehmer und Teilnehmerinnen => Männlich und weiblich, aber deutlich mehr Umfang
Teilnehmer*innen => Mischform, schwer aussprechbar, kürzer
Teilnehmende => kurz, elegant, umfassend

Diese Varianten mit geht an vielen Stellen und für viele Begriffe.
Manchmal ist es etwas ungewohnt, aber durchaus machbar und manchmal ist es sogar subtil.
Etwas Teilnahmeliste, fällt kaum auf.

Bei klassischen Berufsgruppen wird es dagegen teilweise schwieriger.
Gärtnernde,
Postbringende
Lehrende und
Richtende
können noch den Berufen zugeordnet werden, klingen aber schon ungewohnter.

Lernende statt Schüler*innen ist dagegen ein deutlich komplizierterer Sprung.
Löschende statt Feuerwehrmann wäre nicht sinnvoll. Teilweise kann dies durch geschickte Formulierung, wie Personal der Feuerwehr gelöst werden.

Aber was ist bei:
Soldat*innen (Besoldete?)
Polizist*innen
Politiker*innen
Ein brauchbare Lösung fand ich hier bisher nicht.
Polizeidienst Leistende wäre zum Beispiel umständlich und lang.

Da kann auch nicht auf die Mehrzahl ausgewichen werden. Teilweise kann durch die Mehrzahlform auch eine neutrale Schreibweise ausgewichen werden.

Ein wenig ist es natürlich eine Herausforderung bei der Formulierung gute Begriffe zu verwenden. Gelungen ist ein Text dann, wenn er flüssig ist und es völlig subtil bleibt. Mit der Sternschreibweise wird es eher provokant. Kann zwar auf Missstände in der Gleichberechtigung hinweise, dürfte aber eher zum vollständigen Abwehrreflex bei weniger aufgeschlossenen führen. Wenn es dagegen subtil bleibt, beeinflusst die Sprache zwar schon das Denken, weil alle mitgedacht werden ohne konfrontativ zu sein.

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