Klimaschutz für Köln nicht wirtschaftlich genug – #Klimaschutz #Köln

Wenn man wissen will, wie Köln über den Klimaschutz denkt, kann man dies schön nachlesen in dem unten angehängten Schreiben. Anstatt etwas für das Klima zu tun wird Deponiegas einfach verbrannt, ohne dieses zu nutzen. Angeblich wäre es nicht wirtschaftlich. Oder liegt es daran, dass die Umweltkosten nicht berücksichtigt werden? Natürlich kann die Bezirksregierung Köln nichts dafür, dass die aktuelle Rechtslage so wenig Druck macht, aber die Stadt Köln hätte schon andere Wege gehen können. Etwa die niedrigen Mengen ins Gasnetz einspeisen. Dies dürfte auch nicht teurer sein, als eine Fackel zu betreiben und wenige Schadstoffe entstehen ebenfalls. Selbst bei einer Aufbereitung wäre die Nutzung immer noch besser.

Und natürlich stellt sich die Frage, welche Schadstoffe bei so einer Fackel freiwerden. Mag zwar stark genug verdünnt werden. Aber reicht das aus um Krankheiten zu verhindern oder nur dazu, dass man dies nicht den Verursachenden nachweisen kann.

Schreiben Bezirksregierung Köln:

Sehr geehrter Herr Scharfenort,

Die Stadt Köln hat in der Zeit von 1967 bis 1973 die Altdeponie „Nonis“ in Köln-Merheim, zwischen Abshofstraße und Ostmerheimer Straße, betrieben. Verfüllt wurden dort hauptsächlich Bauschutt, Bodenaushub und Siedlungsabfall.
Im Rahmen regelmäßiger Kontrolluntersuchungen wurden mehrfach erhöhte Deponiegaskonzentrationen in der Bodenluft in unmittelbarer Nähe der Wohnbebauung an der Abshofstraße festgestellt.
Zum Schutz der benachbarten Wohnbereiche betreibt die Stadt Köln seit 2017 auf der Deponieteilfläche zwischen der Bundesautobahn und der Abshofstraße eine aktive Deponiegasabsaugung mit Verbrennung über eine Fackelanlage. Hierbei wird das abgesaugte Gas verdichtet und über eine Schwachgasfackel schadlos verbrannt.
Eine energetische Nutzung des Deponiegases ist wirtschaftlich nicht möglich. Hierfür ist die anstehende Deponiegasquantität wie auch die dauerhafte Gasbildungsrate im Deponiekörper viel zu gering. Selbst die derzeit betriebene, hinsichtlich der minimal erforderlichen Deponiegasmenge/-konzentration optimierte Gasfackel ist unter normalen Umständen max. alle 14 Tage für zwei Tage in Betrieb.

Für den Betrieb der Deponiegasfackel ist eine Genehmigung nach § 4 BImSchG (Bundesimmissionsschutzgesetz) erforderlich. Diese Genehmigung ist von der Stadt Köln bei der Bezirksregierung beantragt und befindet sich derzeit im Genehmigungsverfahren. Im Rahmen der Vorprüfung gem. dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung sind in Abstimmung mit der der Aufsichtsbehörde die relevanten Emissionen auch der Lichtimmissionen und deren Auswirkungen auf die Schutzgüter geprüft worden. Eine relevante Störung durch Lichtemissionen konnte nicht festgestellt werden.

Ich hoffe Ihre Fragen beantwortet zu haben und stehe bei eventuellen Rückfragern zur Verfügung.

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