RWE Reallabor StoreToPower – #AlleGegenRWE #Hambibleibt #Subventionen

Der Staat fördert mit viel Geld irgendwelche seltsamen Projekte von Energieunternehmen, gibt aber keine Auskunft, um was es dabei eigentlich genau geht.

Ich hatte hier die Projektskizze angefordert. Angeblich sollen darin personenbezogene Daten und Geschäftsgeheimnisse enthalten sein bzw. man müsste die erst prüfen und möchte bis zu 500 Euro dafür. Und ich solle begründen warum ich die Informationen überhaupt will. Ob da als Begründung reicht: „Ich bin Steuerzahler und will wissen, wofür Steuergelder verschwendet werden“?

Auf der Seite des Wirtschaftsministerium NRW findet man einige Informationen dazu. Scheinbar will RWE mit überschüssigen Strom Salz erhitzen und dann später zur Energieerzeugung nutzen. Insgesamt sind und werden darein wohl 43 Millionen fließen, die man natürlich besser in einen Ausbau der Photovoltaik gesteckt hätte, statt in ein Unternehmen wie RWE.

Der Wirkungsgrad dürfte miserabel sein. Deutlich schlechter als bei Elektrolyse und Nutzung des Wasserstoffs in Brennstoffzellen, aber Hauptsache einem Klimaschänder Geld zu geben.

Irgendwelcher Input, was ich mit der Frage machen sollte? 500 Euro ist viel Geld, wenn am Ende nur rauskommt, dass es angeblich nicht ginge.

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6 Antworten zu RWE Reallabor StoreToPower – #AlleGegenRWE #Hambibleibt #Subventionen

  1. Klaus Obholzer schreibt:

    Sehr geehrter Herr Scharfenort,
    StoreToPower ist kein seltsames Projekt, sondern eine vielversprechende Möglichkeit zur Speicherung von erneuerparer Energie. Mehr PV aufzubauen macht ohne Speicher keinen Sinn. (Stichwort Grundlast) Der Wirkungsgrad von StoreToPower ist höher als bei PowerToGas. Die direkte Umwandlung von Strom aus Erneuerbaren in Wärme ist rein Physikalisch die effektivste Methode. Das Verfahren gibt es schon länger, und es fuktioniert. Es wurde bisher nur noch nicht im großen Stile umgesetzt. Das hätte man vor 10 Jahren schon machen sollen, dann wären wir heute weiter. Es war von der Politik nicht gewollt, so wie auch die Forschungen von BMW am Wasserstoffauto. (Die wurden vor ca 12 Jahren dann eingestellt.)
    Ich weiß, Sie hören es nicht gerne, aber Informationen über die Technik bekommen Sie bei RWE.
    Hier zum Beispiel: https://www.en-former.com/kohlekraftwerk-als-waermespeicher/
    Ist ja auch logisch, RWE soll das Ding ja auch bauen. (Auf Bitten der Landesregierung)
    Der große Vorteil ist, vorhandene Kraftwerke können weiter genutzt werden. Das spart enorme Kosten. Diese Methode ist gut, und ein wichtiger Baustein zur Versorgungssicherheit.
    Und noch ein Hinweis, RWE hat nun mal im Rheinischen Revier die Kraftwerke. Wir werden um RWE nicht herumkommen, auch wenn Ihnen das missfällt.
    K. Obholzer

    • ulrics schreibt:

      Die Informationen von RWE sind meistens nur Halbwahrheiten, wo man wesentliche Teile weg lässt. Deshalb wäre die Projektskizze ja interessant.
      Speicherung muss sein, allerdings etwas aufzuheizen, um dann daraus die Energie zum verdampfen von Wasser zu nutzen, was wiederum eine Turbine antreibt hat einen miserablen Wirkungsgrad. Man muss Energie nicht unnötig verschwenden. Zudem ist ein Großkraftwerk ziemlich behäbig und auch heute schon zu unflexibel.

      Der Carnotsche Kreisprozess hat, wenn ich mich recht entsinne, maximal 45 % Wirkungsgrad. Wenn man noch dazu die Verluste aus der Erwärmung, von Stromtransport und bei der Verdampfung berücksichtigt, kommt man vielleicht auf einen Gesamtwirkungsgrad von 5-10 %. Da werden Steuergelder an einen Konzern verschwendet, der demnächst noch Milliardengeschenke bekommen soll, statt damit die Energiewende zu finanzieren.

  2. K.Obholzer schreibt:

    warum löschen Sie meinen sachlichen Kommentar.

  3. Klaus Obholzer schreibt:

    Sehr geehrter Herr Scharfenort,
    erst mal vielen Dank für Ihre Antwort. Entschuldigen Sie meine Ungeduld. Erst gegenlesen ist natürlich völlig in Ordnung.
    Aber noch mal zum Wirkungsgrad, da liegen Sie mit Ihrer Einschätzung aus meiner Sicht falsch. Die RTWH Aachen hat für dieses Verfahren (Speichern von Erneuerbaren in Flüssigsalz) einen Wirkungsgrad von 33 bis 40% in Aussicht gestellt. Ja, ich brauche dann etwa 3 mal so viel Energie, als man hinterher wieder rausholen kann. Aber wenn es stimmt das Erneuerbare Energie nichts kostet, (Stichwort, Wind und Sonne schicken keine Rechnung) ist das doch egal. Klar kostet der Zubau von Erneuerbaren Geld. Aber das muss doch so oder so gemacht werden. Stromverluste auf der Leitung können Sie vergessen, die haben Sie jetzt auch, egal wie der Strom erzeugt wird.
    Ich bin immer dagegen, etwas neues nicht zu probieren, wir kommen sonst nicht weiter.
    K. Obholzer

    • ulrics schreibt:

      Die finanziellen Ressourcen sind begrenzt, weshalb man nicht alles fördern kann und sollte. Eine Fokussierung ist notwendig und Projekte wie das von RWE dürfte eher in Hinblick auf Fördermittel für die RWTH interessant sein.
      Was später zählt ist der Gesamtwirkungsgrad und der kann niemals bei 40 % liegen. Wenn der Schritt Speicherung 40 % hätte und die Rückgewinnung von Strom ebenfalls, wäre der Gesamtwirkungsgrad unter 20 %. Die Wärmeübertragung ist auch nicht perfekt. Das gibt alles bereits die Physik vor. Und anders als menschliche Gesetze sind physikalische Gesetze nur extrem schwer zu brechen. Da wäre Katalyseforschung für Power-to-X oder Batterieforschung sinnvoller. Etwa die Weiterentwicklung der Natriumbatterien. Natrium ist nahezu unbegrenzt vorhanden und kann bei der Meerwasserentsalzung gewonnen werden.

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