Offener Brief: Verkehrspopulismus: Erweiterung der Osttangente

Mal wieder werben einige für verkehrspopulistische Lösungen, die uns am Ende viel Kosten und Nichts bringen. Die Rede ist von einer immer wieder diskutierten Erweiterung der Osttangente, welche scheinbar auf einer Veranstaltung mit OB Sören Link angesprochen wurde.

Grund für mich präventiv einen frühzeitigen Brief zu schreiben, damit die Verwaltung gar nicht erst groß ihre Zeit mit diesem Unsinn verschwenden muss:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Link,

den Facebookäußerungen Ratsmitglieds entnahm ich, dass sie sich auf den populistischen Vorstoß einer Erweiterung der der Osttangente zur A40 einließen. Trifft dies wirklich zu?

Ich meine, wenn das mal näher betrachtet bringt so eine Tangente für die meisten LKW-Problematiken gar nichts. Friemersheim wird nicht im geringsten entlastet, weil die LKW aus anderen Gründen dort entlang fahren. Der Verkehr in Rheinhausen ist vorhanden, aber ließe sich durch entsprechende Einschränkungen für den LKW-Verkehr wirksamer bekämpfen. Und auch das Vorrangnetz ist hierbei unbeachtlich, denn schließlich kann durch entsprechende Beschilderung hierfür eine Ausnahme dargestellt werden.

Die vorhanden Routen sind nicht länger, sondern in den meisten Fällen kürzer. Wer nach Osten muss, würde eher über das Marientor fahren, wenn dort die Verkehrsführung nicht so schlecht wäre. Wer nach Westen muss kommt über die andere Tangente besser weg. Und eine weitere Straße hilft auch nicht dabei, dass einige LKW-Fahrer eine schlechte Navigation verwenden.

Wichtigstes Argument sind hier aber die erheblichen Kosten für eine Straßenerweiterung und den daraus resultierenden Unterhalt. Gar nicht zu erwähnen der zeitliche Aufwand für die Planung und den Bau. Viel wichtiger ist her der ohnehin geplante zügige Ausbau des Zugangs zum Marientor, der Teil der Logistikdiagonale ist.

Ich vermag auch jetzt bereits zu prophezeien, dass es erhebliche Verzögerung und Widerstände gegen ein überflüssiges Naturvernichtungsprojekt geben wird. Die nicht nur bei Einwendungen bleiben werden. Es liegen ausreichende Unterlagen vor, die auch der Stadt bekannt sind, welche die Relevanz der Frischluftschneise darlegen und bereits jetzt beim Hotel in Asterlagen erhebliche Probleme bereiten dürften. Diese Unterlagen werden bei einem eventuellen Prozess sicherlich noch interessant werden.

Verkehrsprobleme lösen sich nicht mit neuen Straßen.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Scharfenort (Duisburg-Rheinhausen)

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