Berichterstattung zur #Zeitumstellung – das übliche

Mal mein Kommentar zu einem Artikel von heute in der NRZ:

Sehr geehrter Herr vom Stein,

wenn man täglich erschöpft ist, sind das negative gesundheitliche Effekte. Wenn man aggressiver ist, weil der Stresslevel steigt ebenso.

Man merkt an dem Artikel allerdings auch klar, welche Zeit von Ihnen bevorzugt wird. Dabei gilt wer es Abends länger hell haben will, muss einfach früher aufstehen. Dafür braucht man keine pauschale Zeitumstellung, welche alle quält.

Am schlimmsten sind die Effekte aber für Kinder, die Abends länger wach sind und dadurch am Morgen nicht fit für die Schule sind. Das vermindert die Lern- und Aufstiegschancen, was sozialpolitisch höchst bedenklich ist.

Ebenfalls sinkt die Produktivität.

Und der größte Witz ist, dass bei einer Diskussion um die Abschaffung der Zeitumstellung immer auf das Thema abgelenkt wird, welche Zeit denn besser ist. Dabei ist dies unerheblich und könnte auch abgestimmt werden bei der nächsten EU-Wahl. Wobei ich inzwischen für die europäische Kompromisszeit plädiere. Also genau eine halbe Stunde zwischen beiden. Sind alle unzufrieden und somit der optimale Kompromiss.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Scharfenort (Duisburg-Rheinhausen)

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2 Antworten zu Berichterstattung zur #Zeitumstellung – das übliche

  1. Oliver Tietze schreibt:

    NRZ: „Im Grunde handle es sich um einen öffentlichen Beschluss, nach dem alle eine Stunde früher zur Arbeit beziehungsweise in die Schule gehen müssen, stellt Till Roenneberg klar, Leiter der Human Chronobiologie an der Ludwigs-Maximilian-Universität München.“

    Schön, dass DAS endlich mal jemand in aller Deutlichkeit und verständlich formuliert konstatiert.

    Abends eine Stunde geschenkt, morgens eine Stunde früher verpflichtet. Der einzige Vorteil: dies gilt für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer gleichermaßen. Man muss also nicht miteinander sprechen oder sich gar einigen.

    Es gibt eben keine Regelung, die NUR Vorteile hat.

    Aber wäre es nicht völlig ausreichend, im Zuge einer europäischen Nicht-Mehr-Uhren-Umstellung gleichzeitig auf nationaler Ebene Arbeitgeber dazu aufzurufen, Arbeitnehmern die freiwillige (!) Vorverlegung des Arbeitsbeginns auf Wunsch zu gestatten? So kann sich jede/r den Feierabend vorverlegen, den Freizeitabend verlängern.

    P.S.: Auch wenn es schon dunkel ist: es ist trotzdem noch warm. Ich ermutige also alle, beim Chillen am Lagerfeuer auf helles Tageslicht probeweise zu verzichten. So lange wir die Zeitumstellung noch haben, müsst ihr das halt so gegen 22 Uhr machen, später wird das bestimmt schon gehen, ohne so lange darauf zu warten…

    • ulrics schreibt:

      Vorverlegen ist nicht so einfach. Wenn man etwa ÖPNV nutzt geht dies mitunter gar nicht, wenn man bereits den ersten Bus und Zug nimmt und gar nicht früher kann ohne Auto.

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