Die postreligiöse Zeit

Wir leben heute in einer Zeit des Übergangs. Immer mehr Menschen treten aus Kirchen aus. Aber viele suchen sich zugleich Ersatzreligionen. Sei es nun Islam, mit mitunter konservativen Strukturen oder globulischluckende Homöopathen. Die Spannbreite ist gewaltig. Einige wenden sich aber auch dem Rational zu, also dem wirklichen Denken. Einige bezeichnen es auch als Holismus, einer Weltanschauung, welche die Welt in ihrer Gesamtheit betrachtet und daraus Verhaltensregeln ableitet.

Ein Problem dieser Übergangsphase ist nämlich, dass immer weniger Regeln zu gelten scheinen. Die Machtstrukturen und der Mensch haben sich in den letzten Jahrhunderten, wenn nicht sogar Jahrtausenden, kaum geändert. Die Technik ist besser geworden, aber das Verhalten ist immer noch der von der gleichen Primitivität geprägt, wie früher. Gerade deshalb braucht es ein Wertegerüst. Ja einige Menschen sehnen sich geradezu nach einem Halt. Sehnen sich so stark, dass sie auf extremistische Rattenfänger hereinfallen. Rattenfänger egal welcher Couleur sind allerdings der falsche Weg, aus diesem Jammertal einer Veränderung. Auch eine Flucht zurück in die Vergangenheit verspricht nur scheinbare Rettung. Die Wahrheit ist, man muss sich einfach mehr auf die Zukunft konzentrieren, weit vorausschauen und das mit Augenmaß. Dann kann auch eine postreligiöse Zeit eine gute Zeit werden.

Wenn aber die Angst vor Veränderung in uns stark ist, dann läuft einiges schief und Wahrhaftigkeit wird uns niemals gewahr.

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