Messstellenbetreiber Wechseln

Theoretisch soll es möglich sein den Messstellenbetreiber zu wechseln. Etwa um der Installation von Smart-Metern zu entgehen. Denn bei ausreichend niedrigem Verbrauch ist das komplette, als Smart-Meter bezeichnete, System nicht notwendig.

Um den digitalen Zähler wird man wohl nicht herum kommen, allerdings um die Verbindung zum Netz, denn wenn weniger als 6000 kWh/Jahr verbraucht werden, ist diese nicht nötig. Leider bietet hier nur der Wechsel die Möglichkeit dies zu verhindern, da anscheinend der Messstellenbetreiber nach Gutdünken entscheiden kann, ob diese Netzwerkverbindung eingebaut wird.

Anders, als der Strommarkt hat sich der Messstellenbetreibermarkt bisher noch nicht entwickelt.

Die Stadtwerke Duisburg etwa nehmen hier, wenn ich die Dokumente richtig verstehe, den Höchstsatz von 20 Euro, für den digitalen Zähler. Der Durchschnittspreis in NRW liegt nach der Verbraucherzentrale bei 13 Euro pro Jahr.

Für die Netzwerkverbindung kommen variable Kosten hinzu, die sich wohl nach dem Stromverbrauch richten sollen. Die Kosten für Strom könnten also signifikant ansteigen. Durch das Gesetz werden zwar Oberwerte vorgegeben, allerdings nutzen manche Unternehmen die komplett aus. Zumindest ist dies eine Motivation, wenn man nicht möchte, dass einem jemand anders den Zählerauslesen oder Manipulieren kann. Angeblich sind hier ja alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen, aber ich habe da so meine Zweifel dran.

Vermutlich liegt es auch wieder beim Verbraucher sich selber einen Markt zu schaffen, wenn es keine Anbieter gibt.

Insbesondere wegen Datenschutz hätte ich lieber einen altmodischen Zähler.

Wie ich feststellen konnte machen die Stadtwerke Duisburg das nicht mehr selber, sondern haben eine Tochtergesellschaft, die wiederum eine Tochtergesellschaft hat, was natürlich erklärt, warum der Höchstsatz genommen wird. Von irgend etwas müssen die eigentlich überflüssigen Chefposten ja bezahlt werden. Wenn ich die Stromabrechnungen richtig verstehe, wurde in 2015 20,37 Messentgelt und 2016 19,87 Messentgelt genommen. Wie man hier die Frechheit besitzen kann einige Euro für eine Messung zu nehmen, die so nicht stattfindet erschließt sich mir auch nicht so recht.

Bei Gas wird es dann noch intransparenter in Hinblick auf die Messstelle. Das etwas ausgetauscht werden soll, wurde zwar angekündigt, aber gegen was genau, wurde genauso wenig mitgeteilt, wie die Kosten.

Auf der Mitteilung stand sogar, dass es angeblich kostenlos wäre, was eine unwahre Behauptung ist. Die Kosten werden lediglich in jährlichen Summe versteckt, aber kostenlos ist es deswegen noch lange nicht.

Dem Umweltschutz dient dies alles nicht.

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