Wird der WDR indirekt durch Steuern finanziert?

Da meine Fragen bei der Stadt Duisburg bisher nicht von Erfolg gekrönt wurde, fragte ich auch mal an anderer Stelle nach nämlich beim WDR.

Interessanterweise kam die Antwort vom Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio. Diese Antwort ist nachfolgend zu finden.

Sehr geehrter Herr Scharfenort,

vielen Dank für Ihre E-Mail. Diese wurde vom Westdeutschen Rundfunk an uns weitergeleitet.

Sie gehen davon aus, dass die Kommunen den Rundfunkbeitrag eintreiben.

Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio führt als nicht rechtsfähige öffentlich-rechtliche Verwaltungsgemeinschaft für die Landesrundfunkanstalten, das Zweite Deutsche Fernsehen und Deutschlandradio den Einzug des Rundfunkbeitrags durch.

Wird auf eine Zahlungsaufforderung seitens des Angeschriebenen nicht reagiert, beginnt ein mehrstufiges Mahnverfahren. Dieses beginnt mit einer Zahlungserinnerung für den Fall, dass der Rundfunkbeitrag nicht rechtzeitig entrichtet wurde. Auf die Zahlungserinnerung folgen weitere Schreiben wie Beitragsbescheide oder Mahnschreiben. Die zunächst letzte
Stufe des Mahnverfahrens ist das Vollstreckungsverfahren, für welches die zuständige Landesrundfunkanstalt ein Vollstreckungsersuchen bei der zuständigen Vollstreckungsbehörde stellt. Danach werden die durch die Rundfunkanstalt erlassenen Festsetzungsbescheide im
Verwaltungsvollstreckungsverfahren vollstreckt.

Sollte es zu einer Vollstreckung ausstehender Rundfunkbeiträge kommen, erfolgt diese in jedem Bundesland jeweils nach den dort geltenden Landesverwaltungsvollstreckungsgesetzen. In manchen Bundesländern sind für die Vollstreckung von Beitragsbescheiden die Kommunen oder die Finanzämter zuständig. Sowohl das Verfahren, als auch die Art der
Vollstreckungsmaßnahmen, liegen in der Zuständigkeit der örtlichen Vollstreckungsbehörden und sind gesetzlich geregelt. Für den Rundfunkbeitrag gelten hier keine besonderen Regelungen.

Haben Sie abschließend bitte Verständnis, dass weitere Anliegen Ihrerseits nicht über diese E-Mail-Adresse bearbeitet werden können.

Wenn Sie eine konkrete Bearbeitung zu Ihrem Beitragskonto wünschen, stehen Ihnen unsere Online-Formulare auf rundfunkbeitrag.de zur Verfügung.

Darüber hinaus haben Sie bei weiteren Rückfragen die Möglichkeit, das Kontaktformular auf unserer Webseite zu nutzen. Das Kontaktformular erreichen Sie unter kontakt.rundfunkbeitrag.de.

Selbstverständlich können Sie uns über das Kontaktformular auch Dateianhänge zusenden.

Bitte geben Sie bei allen Mitteilungen Ihre Beitragsnummer (sofern vorhanden) oder alternativ Ihren Namen mit der vollständigen Anschrift an.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio

OB der Dank für diese Nachricht wirklich so ehrlich gemeint war?

Interessant auch, dass ich deren Email ja nicht benutzen soll. Wäre ich kein Datenschützer, würde mich dies ja glatt in Versuchung führen die Emailadresse hier bekannt zu machen.

Solche Abschottung mit Kontaktformularen kenne ich sonst nur von schlechten Firmen, die nicht viel auf die Meinung ihrer Kunden geben. Man merkt deutlich den Unterschied zwischen guten und schlechten Firmen, wenn man sich den Kundenkontakt anschaut, wobei man bei dem ‚Beitragsservice‘ wohl nicht von Kunden sprechen kann. Ich würde es eher Zwangskunden nennen und auch der Begriff Service ist irreführend. Wohl eher Beitragszahlerabwimmel- und -beschwichtigungsstelle.

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