Kran an Kreissäge? Darf man dies?

Die Antwort lautet schlicht und einfach: NEIN!

Dennoch sieht man es überall.

Solange der Kran mit seiner Last nur über das Baustelle ist, spielt es für die Bürger eine eher untergeordnete Rolle.

Da Kräne sich aber durch den Wind drehen, was vorgeschrieben ist, kann es je nach Aufstellort passieren, dass der Arm auch über öffentlichen Flächen, wie etwa Straße oder Bürgersteig schwebt.

Hier mal ein Beispiel aus eigener Anschauung:
Kran mit Kreissäge

Wenn akute Gefahr droht ist sicherlich die Polizei der richtige Ansprechpartner, ansonsten das zuständige Ordnungsamt.

Maßgebliche Vorschrift für den Betrieb von Kränen ist die BGV D6:
§ 3 sagt:

Krane müssen nach den Bestimmungen dieser Unfallverhütungsvorschrift und im Übrigen nach
den allgemein anerkannten Regeln der Technik beschaffen sein und betrieben werden.

§ 30

(11) Solange eine Last am Kran hängt, muss der Kranführer die Steuereinrichtungen im
Handbereich behalten.

Wer dagegen verstößt handelt Ordnungswidrig.

Es besteht nicht nur die Gefahr, dass die Kreissäge sich losreißt, weil zum Beispiel die Haken zu alt sind, oder Wind zu stark, sondern auch das Seil kann sich trotz Sicherheitseinrichtungen losreißen, ober bei Materialfehlern oder -ermüdung reißen. Neben den Unfallverhütungsvorschriften ergibt sich aber auch bereits aus der Verkehrssicherungspflicht, dass dies sich nicht zulässig ist.

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