Keine Werbung im Briefkasten

Früher quoll bei mir der Briefkasten über. Zum Beispiel mit Werbung von Unternehmen mit denen ich noch nie etwas zu tun gehabt hatte. Inzwischen ist dies nicht mehr der Fall. Nur noch erwünschte Post und Rechnungen kommen.

Der erste Schritt für eine Briefkastenbefreiung ist, dass Anbringen einen Schildes „Keine Werbung“ und wenn ebenfalls unerwünscht „und keine kostenlosen Zeitungen“. Man kann auch nur eines von beiden nutzen, ganz nach der persönlichen Vorliebe. Zur Werbung gehören aber nicht nur die Prospekte des Supermarktes um die Ecke, sondern auch teiladressierte Werbesendungen (z.B. ‚An die Bewohner des Hauses ….‘), die mit dem Schildchen „Keine Werbung“ ebenfalls nicht mehr zugestellt werden dürfen.

Aus persönlich Erfahrung weiß, dass insbesondere ein bekanntest Unternehmen für den Transport von Briefen, den Hinweis „Keine Werbung“ entweder ignoriert oder die Austräger nicht entsprechend ausbildet. Auch freundliche Aufforderungen helfen meist nicht. Schließlich verdient das Brieftransportunternehmen mit der Werbung Geld. Eine Abmahnung auf Unterlassung von einem selber führt natürlich zu einer Reaktion, allerdings garantiert dies auch nicht unbedingt das Ende der Werbezwangsbeglückung. Selbst auf die Abmahnung durch einen Anwalt mit den entsprechenden Kosten gab es keine Unterlassungserklärung. Dabei ist die Gesetzeslage in diesem Bereich ziemlich eindeutig. Also geht so etwas vor Gericht, wo das Unternehmen, dann doch meist klein beigeben muss oder einen Vergleich schließt.

Mit diesen Maßnahmen bleibt etliches an Werbung schon einmal den Briefkasten fern. Nur gelegentlich verirrt sich noch ein Flyer von der Pizzeria in den Briefkasten, was zwar auch abgemahnt werden könnte aber wahrscheinlich den Aufwand nicht lohnt.

Komplett adressierte Werbesendungen dagegen werden nicht mit dem Schild „Keine Werbung“ abgewehrt. Allerdings besteht gegenüber dem Absender der Werbung ein Auskunftsanspruch nach Bundesdatenschutzgesetz. Damit kann man erfahren, woher dieser die Adresse hatte und an wen die Adresse weitergegeben wurde. Ebenfalls besteht ein Anspruch auf Löschung. Man muss sich mit einer Sperrung, wie sie gelegentlich angeboten wird nicht begnügen.

Mit der Herkunft und der Weitergabe der Adresse kann man sich an die jeweiligen Stellen (meist Adresshändler) wenden und dort ebenfalls die Löschung und eine Auskunft verlangen. Meist wird auch ein Blatt für die Robinsonliste geschickt, was allerdings nicht weiter zu beachtet werden braucht, da mit der konsequenten Rückverfolgung von Werbenden die Werbeflut gestoppt werden kann. Zumindest im realen Briefkasten.

Beim Anschreiben der Adressehändler und der Werbenden verwendet man am Besten eine Emailadresse, welche ausschließlich für diese Zwecke genutzt wird. So sind die Kosten gering und sollte die Emailadresse illegal weitergegeben werden ist dies nicht so schlimm, wie bei der Hauptemailadresse.

Ganz nebenbei ist weniger Werbung auch noch Umweltschutz.

Dieser Beitrag wurde unter Umweltschutz, Verbraucherschutz abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Keine Werbung im Briefkasten

  1. Pingback: Axel Springer nervt mit Werbeblatt an 41 Millionen Haushalte | ulrics

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s