In der Zeitung hat sich die Stadt Duisburg damit gebrüstet, dass es mehr geworden wäre beim Stadtradeln. Ob dem wirklich so ist oder die Zahlen manipuliert sind kann niemand feststellen. Nicht einmal die Stadt selber. Das genutzte System ist totaler Anreiz zu falschen Angaben.
Die angebliche Verbesserung beim Stadtradeln basiert auf Zahlen, die alle einfach so, völlig ohne Beleg eintragen können. Da Preise winken, ist es plausibel, dass sich etliche beteiligen ohne auch nur einen Kilometer in Duisburg zurückgelegt zu haben. Oder die sind zwar in Duisburg gefahren, aber deutlich weniger. Natürlich werden auch Ehrliche dabei gewesen sein. Bloß welchen Anteil die ausmachen ist schwer zu sagen. Vielleicht haben sich auch Einzelpersonen Teams einfach ausgedacht. Oder sie haben das Klapprad in den Kofferraum gelegt und das gewertet.
Mit solchen Zahlen überhaupt irgendwelche Schlüsse zu ziehen, ist zumindest unseriös.
Und wenn man die schlechte Infrastruktur für Radverkehr in Duisburg inkl. Baustellen in Kontext setzt, dann ist offensichtlich, dass viel Radverkehr durch die Stadt verhindert wird, weil man schlecht geplante Baustellen genehmigt und die Genehmigten nicht kontrolliert. Dazu noch die ganzen Gefährdungen auf Dooringradwegen und rechtswidrige Fahrverbote.

Mit Offline-Navigation, Offline-Kartenwerken und den Verkehrsmeldungen des WDR verhindere ich die Preisgabe meiner gps-Daten. Manchmal aber ist es aus Faulheit mit google maps praktischer im Berufsverkehr, seine gps-Daten in fremde Hände zu geben, weil ich damit erfahre, wie lange ich im nächsten Autostau stehe.
Dass beim Stadtradeln Verantwortliche der Kommunen sogar Schüler zu diesem unkritischen Umgang mit ihren Daten auffordern, ist sehr bedenklich, zumal diese Daten nicht der Allgemeinheit zur Verfügung stehen und eher wohl eine Werbeaktion der Zweiradindustrie darstellt.
Irgendwie schon sehr befremdlich das Verhalten der Menschen im Umgang mit ihren Daten.