#London: Britisch Essen

Wenn man in London ist, bietet sich eine Vielfalt an kulinarischen Optionen. Natürlich könnte man etwas Französisches essen oder sogar etwas Deutsches, wie German Doner oder Schnitzel. Nur eine Currywurst fand ich nirgendwo auf der Karte. Schon interessant, dass Döner für die Briten typisch Deutsch ist.

Bei den Klischees der Britischen Küche wären natürlich das auf der Karte oben bereits zu sehende Fish and Chips und Sachen mit Mint Sauce, etwa der persiflierte Wildschwein in Minzsoße bei zwei Galliern. Bei drei Tests fiel ein Hotel-Restaurant durch, weil sowohl der Fisch, wie auch die Pommes nicht gut waren. Sehr groß und lecker waren Fish and Chips dagegen bei Rock and Sole Plaice in der Nähe von Covent Garden. Die Portion war groß, deutlich größer als von der Beschreibung erwartet und der Coleslaw war frisch. Je nach Uhrzeit ist das Restaurant aber auch gut besucht. Die Pommes waren okay, hätten aber noch etwas krosser sein können. Da MI + ME an der St. Pancras Station hatte guten Fisch und gute Pommes, war aber auch etwas teurer.

Worauf nicht alle bei britischer Küche kommen ist Chinesisch oder Indisch, dabei waren Hong Kong und Indien ja mal Kolonien und selbst in den Geschichten von Sherlock Holmes kommt indisches Essen vor. Und auch schottisches Essen zählt ja zur britischen Küche. Wer Haggis probieren will, wird bei Boisdale of Belgravia fündig. Das Restaurant ist zwar deutlich teurer und fällt eher in die Nobelkategorie, dafür schmeckt es auch extrem gut. Für zwei Personen mit Nachtisch lag das Essen bei 115 €, wobei Nachtisch und Süßkram in London deutlich teurer zu sein scheint, als man es in Deutschland gewohnt ist. Im Hintergrund war sanfte Jazzmusik zu hören und die kleine Bühne zeigte, dass es zu anderen Tageszeiten auch Livemusik gibt, aber vermutlich muss man dann auch reservieren.

Der Nachtisch bei Boisdale

Das Ambiente von Boisdale

Da Hong Kong mal eine Kolonie war, kann man auch chinesisches Essen dazu zählen. Es gibt etliche Restaurants, aber nicht alle sind wirklich gut. Vom Preisleistungsverhältnis sehr gut ist Master Wei Xi’An. Dass das Essen gut ist, erkennt man daran, dass es teilweise sehr gut gefüllt ist. Natürlich muss man aufpassen, dass es nicht zu Spicy ist, wenn man Schärfe nicht so mag oder verträgt. Nicht bei allen Gerichten steht dabei, dass die scharf sind. Die vegetarischen Dumplings waren nicht scharf und schmeckten richtig lecker frisch. Aber auch andere Varianten waren lecker.

Einen Punkt muss man beachten. Teilweise wird eine Service Charge erhoben, die nicht überall auf der Karte zu stehen scheint. Diese lag bei den aufgesuchten Lokalen im Bereich von 10-15 %, die noch zusätzlich auf das Essen kommt. Zuerst hat mich das etwas irritiert, aber das ist im Prinzip wie ein eingebautes Trinkgeld. Man muss das halt einfach wissen.

Außerhalb von Deutschland ist Tap Water im Preis mit inbegriffen, wenn man ansonsten meist eh nur Leitungswasser trinkt, fährt man mit Tap Water meistens ganz gut. Dafür sind die Essenspreise halt etwas höher.

An touristischen Hotspots ist das Essen meist etwas teurer.

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