#Krischer-Ministerium hört nicht zu beim #Deutschlandticket – #ÖPNV #Motonormativity #Grüne

In der NRZ vom Dienstag wird Oliver Krischer sinngemäß zitiert, mit der Aussage, dass er angeblich alles tun würde, um den Preis fürs „49-Euro-Ticket“ möglichst niedrig zu halten. Dies ist natürlich absolut unwahr. Ich schrieb deshalb Dienstag Nachmittag folgende Zeilen u. a. ans Ministerium:
„Man erhöht also trotz Schienenmaut und Gebühren für Bahnhöfe das 49-Euro-Ticket, weil das Geld angeblich nicht reicht. Gleichzeitig schenkt man Autofahrendes vieles auf Kosten der Allgemeinheit. Seien es nun die Fahrbahnen auf Kosten der Allgemeinheit oder die fast überall kostenlosen Parkplätze. Würde man die Subventionen für KFZ nehmen und zum Personenverkehr verlagern, wäre ganz plötzlich genug Geld da. Wenn Oliver Krischer also behauptet, er würde alles tun, dann stimmt dies definitiv nicht.“

Als Antwort bekam ich am Mittwoch vom Ministerium einen peinlichen Standardtext, der nur eins zeigt, dass man beim Ministerium nicht lesen kann oder will.
„haben Sie vielen Dank für Ihre gestrige Mail. Ich bin als zuständiger Referent gebeten worden, Ihnen zu antworten.
In Ihrem Schreiben äußern Sie insbesondere Kritik hinsichtlich einer Preisanpassung beim Deutschlandticket im Jahr 2025.
Gerne möchte ich Ihnen hierzu eine Rückmeldung geben.

Letztlich ist im Kontext zum einen zu sagen, dass das gewählte Preisniveau des Deutschlandtickets mit einem Einführungspreis von 49 Euro pro Monat für Jedermann eine deutliche, teilweise sehr massive Senkung im Vergleich zu nahezu allen Bestandsabonnements (mit in der Regel deutlich geringerer Leistung) darstellt. Beispielsweise kostet ein Ticket1000 im Abo für Duisburg bereits über 80 Euro pro Monat. Dabei bietet das Ticket nicht die Möglichkeit in ganz Deutschland zu fahren oder die monatliche Kündigung. Aber letztlich müssen und werden genau diese Mindererlöse bei den Verkehrsunternehmen bzw. Erlösverantwortlichen ausgeglichen.

Zum anderen bitte ich zu berücksichtigen, dass auf Basis des Landeshaushaltes derzeit 280 Mio. Euro p.a. für die Gegenfinanzierung des Deutschlandtickets bereitgestellt werden. Hinzu kommen Finanzmittel für rabattierte Deutschlandtickets für die Zielgruppen der Schülerinnen und Schüler sowie Sozialticketberechtigten.

Hinsichtlich der Generalkritik an einer Ticketpreiserhöhung möchte ich darauf hinweisen, dass der Ticketpreis bereits seit Mai letzten Jahres und nach derzeitiger Information bis mindestens Ende 2024 konstant gehalten wird, trotz steigender Kosten für die Leistungserbringung (Gehälter, Energie etc.).“

Man erkennt sofort, dass dies wahrscheinlich einmal getippt und dann ohne Lesen zigfach versendet wurde, denn auf die massiven Subventionen für KFZ-Verkehr im Vergleich zu ÖPNV wird nicht eingegangen. Kann man natürlich machen, darf sich dann aber nicht wundern, wenn vieles so wirkt, als würde man der Bevölkerung nicht zuhören. Dies liegt offensichtlich daran, dass man es nicht tut.

Die Verkehrswende hat massive Störungen, weil am nicht die Subventionen für KFZ reduzieren will.

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2 Responses to #Krischer-Ministerium hört nicht zu beim #Deutschlandticket – #ÖPNV #Motonormativity #Grüne

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