Schon vor einiger Zeit habe ich mir Gedanken zum Thema Asbest und Bremsbeläge gemacht. Ich habe daraufhin das KBA (Kraftfahrtbundesamt) gefragt, wie das aussieht.
Das KBA schreibt u. a.:
Bremsbeläge, welche innerhalb der EU angeboten und/oder eingebaut werden, müssen asbestfrei sein. Das Inverkehrbringen von Bremsbelägen wird durch die zuständigen Marktüberwachungsbehörden überwacht. Entsprechende Kontrollen beschreibt auch der von Ihnen genannte Artikel aus dem Jahr 2014. Es wurde damals ein Angebot mit asbesthaltigen Bremsbelägen gefunden und der Verkauf untersagt. Weitere 55 geprüfte Bremsbeläge waren ohne Beanstandung.
Zu ausländischen Fahrzeugen im rollenden Straßenverkehr kann das KBA auf Grund mangelnder Zuständigkeit keine konkreten Aussagen treffen. Es lässt sich jedoch festhalten, dass im Wesentlichen die Möglichkeit besteht, Fahrzeuge von außerhalb der EU bei Verkehrskontrollen auf offensichtliche Sicherheitsmängel hin zu überprüfen. Die Überprüfung der Bremsbeläge auf Asbesthaltigkeit ist bei diesen Kontrollen sicherlich nicht möglich, da die Bremsbelege verbaut sind und zum Nachweis zusätzlich spezielle Messtechnik notwendig wäre. Nähere Informationen finden Sie unter anderem auf https://ksv-polizeipraxis.de/vorschriftsmaessigkeit-auslaendischer-fahrzeuge/.
Das KBA ist also nicht zuständig und Kontrollen scheinen schwierig zu sein. Das heißt es besteht die Möglichkeit, dass LKW mit Asbestbremsen über unsere Straßen und rollen und uns an jeder Ampel belasten. Bisher habe ich eher den Abriss von Gebäuden als Quelle von Asbest gesehen, aber nun stellt sich mir die Frage, wie stark LKW zu einer Asbestbelastung in Duisburg beitragen.
Da es niemand prüft und überwacht, stellt sich mir Frage, wer schützt uns vor Asbest in Bremsbelägen von LKW, die nicht aus der EU kommen und auch die Marktüberwachung wird wohl nicht wirklich ausreichen, um alles zu erwischen. Wenn man allerdings Asbest an LKW nicht ausschließen kann, ist es dann zulässig das LKW vorbei an Schulen usw. fahren?