#Duisburg: Castortransporte und marode Brücken – #Jülich #Ahaus

Gestern meldete die WAZ einen erneuten Castortransport durch Duisburg über die Berliner Brücke. Natürlich war es nur eine Testfahrt, aber bekanntlich ist die Berliner Brücke nicht mehr lange haltbar und wenn man die Nachrichten verfolgt, weiß man dass die Rahmedetalbrücke deutlicher kaputter war, als man offiziell eingestanden hat. Wer weiß wie das in Duisburg aussieht.

Jeder Transport ist 130 Tonnen schwer und davon würden 152 von Jülich nach Ahaus stattfinden. Die Strahlenbelastung wenn alles gut geht dürfte sich in Grenzen halten. Auch sind die Castoren getestet, wie man auf der Seite der BAM nachlesen kann. Aber reicht ein Falltest aus 9 m Höhe aus? Wie sieht das aus, wenn die Berliner Brücke (ca. 9 m hoch) einstürzt und das Transportfahrzeug auf den Castor fällt? Die Brennelemente sind Graphitkugeln, wie stark werden diese verdichtet durch so ein Szenario? Kann es dort zu einer Kernschmelze kommen oder steigt die Strahlung nur an? Aber lassen wir mal den schlimmsten Fall. Was wäre nach einem Einsturz bei der Bergung eines Castors aus der Ruhr? Geht das überhaupt? Und wenn die Brücke nicht einstürzen sollte, wie viele schneller braucht es dann Ersatz?

Nach dem AtG legt die zuständige Landesbehörde NRW den Route fest und damit müsste man derartiges auch geprüft haben. Einblicke bekommt man aber natürlich nicht. Denn neben der Infrastruktur gibt es ja auch noch Gefahren durch Terroristen. Nicht ohne Grund war selbst bei der Probe viel Polizei beschäftigt.

Völlig grundlos plant man hier Atommüll durch die Gegend zu fahren, obwohl noch völlig unklar ist wo das Endlager hinkommt. Wäre es z. B. in Niedersachsen wäre Ahaus natürlich dichter dran, aber wäre es stattdessen in Bayern wäre dies ein erheblicher Umweg, insbesondere wenn man das Gewicht bedenkt.

Wenn keinen Menschen gefährdet werden, dann werden hier zumindest massiv Ressourcen verschwendet. Allein schon wegen Klimaschutz verbieten sich unnötige Transporte.

Unterschriften Aktion gegen diese unnötigen Transporte

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