Glyphosatverteidigung ohne wissenschaftlichen Anspruch

Gerade bei wissenschaftlichen Artikeln fällt mir als Naturwissenschaftler immer wieder auf, wie schlecht diese geschrieben sind. Ein Beispiel ist dieser Werbebeitrag für Bayer-Monsatano. Frau Julia Merlot sucht sich hier eine Studie raus und leitet daraus Überlegungen ab, die nicht nachvollziehbar sind.

Eine Studie zitieren, die nichts belegt ist keine große Leistung, sondern eher peinlich. Früher war Asbest auch gesund und wenn man Studien entsprechend gestaltet kann man das gewünschte Ergebnis erhalten. Es spielt zwar eine Rolle wer eine Studie bezahlt, vor allen Dingen aber wer sie durchführt. Und dann muss man bedenken, dass man nicht beweisen kann, dass Glyphosat keinen Krebs auslöst. Ein Nichtbeweis ist wissenschaftlich unmöglich. Lediglich Indizien. Bei der zitierten Studie etwa, wo Bauern auf Maschinen sitzen und ziemlichen Abstand haben ist eine andere Situation, als wenn ein Gärtner damit umgeht und direkt nahe der Düse ist. Die Exposition ist ungleich höher.

Ich denke auch bei Glyphosat dürfte es lange dauern, bis die Schädlichkeit bewiesen ist, weil es im Interesse von gieren Menschen ist, dies nicht zu beweisen lassen. Fakt ist, dass Glyphosat ein Pflanzengift ist.

Wenn man hier wirklich einen Artikel schreiben möchte, der halbwegs seriös ist, müsste man einen naturwissenschaftlichen Hintergrund habe, sämtliche Studien auswerten und dies auch noch richtig einordnen nach den Verfassern und finanziellen Abhängigkeiten.

Dass die Risikobewertungen unterschiedlicher staatlicher Stellen nicht stimmig sind, belegt doch nur, dass das ein Risiko vorhanden sein könnte und demnach das Vorsorgeprinzip greifen muss.

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