Dummfug: Religiöser Wahn III

Die katholische Kirche in Frankreich zeigt sich weiterhin altertümlich und verstockt in Bezug auf die Homo-Ehe. Was wird hier wohl wirklich abgelehnt? Wobei die Katholiken ja noch vergleichsweise Moderat sind, wenn man dies mit einigen islamischen Einstellungen vergleicht. Homosexualität wurde und wird zumindest in einigen islamischen Ländern streng bestraft. Paradoxerweise wurden Praktiken, wie Tanzknaben, welche nicht nur erotisch tanzen, sondern auch sexuell zur Verfügung stehen gutgeheißen. Was insgesamt eine ziemliche Heuchelei ist.

Islamisten in Malaysia, wollten Elton John einen Auftritt verbieten, weil dieser Homosexuell ist. Angeblich würden schwule und lesbische Künstler falsche Werte verbreiten. Aus meiner Sicht verbreiten Menschen mit religiösem Wahn falsche Werte. In Deutschland ist dies glücklicherweise schwieriger und das Hassportal Kreuz.net wurde abgeschaltet.

Und Russland dagegen wird es bald verboten sein über Homosexualität öffentlich zu reden. Damit stellt sich Russland weiter ins Abseits und beweist einmal mehr wenig Zar Putin mit Demokratie am Hut hat.

So richtig verwerflich ist es, wenn die Kinder unter dem Religiösen Wahn der Eltern leiden müssen. So zum Beispiel eine Mutter, die ihren Sohn unbedingt zu einem Hafiz machen wollte. Ein Hafiz ist jemand der den Koran auswendig kann. Weil ihr Sohn das nicht schaffte starb er an ihrer Prügelattacke.

Eine weitere Facette ist die Ablehnung der Abtreibung. Ein extremer Fall hat sich unlängst in Köln ereignet. Eine von öffentlichen Geldern geförderte katholische Klinik lehnte die Behandlung eines Vergewaltigungsopfers ab, weil sie dann ja u.U. die ‚Pille danach‚ hätte verschreiben müssen. Von Nächstenliebe ist hier mal wieder keine Spur zu finden.

Die ‚Pille danach‘ entfernt lediglich eine Zellwucherung, kurz nach der Entstehung. Zumal es nach der Bibel höchst bedenklich sein dürfte, wenn ein Kind ohne Liebe gezeugt wird. Schließlich heißt es doch ‚liebet und mehret eucht‘. Da hier eine eindeutige Und-Verknüpfung vorliegt müsste es wohl eher unethisch sein, ein Kind, was ohne derartige Liebe entstanden ist wachsen zu lassen. Sprich die Abtreibung wird in diesem Fall sogar durch die Bibel indirekt empfohlen, denn eine Vergewaltigung ist keine Liebe, sondern nur Sex. Sex gegen den Willen eines der Beteiligten.

Ganz daneben ist es, dass die Kirchenkrankenhäuser auch noch mit öffentlichen Mitteln unterstützt werden. Interessant finde ich hier die Einstellung von Josefine Paul (Grüne), welche meint, dass religiöse Erwägungen keinesfalls über dem Opferschutz stehen dürfen. Wahre Worte, wobei ich vermute, dass die Reaktion bei einem vergewaltigten Mann anders ausgesehen hätte. Schließlich gibt es auch keinen Opferschutz bei der Beschneidung. Hier stehen ganz klar religiöse Erwägungen im Vordergrund. So gesehen ist die Aussage von Josefine Paul schon etwas Scheinheilig, zumindest dann, wenn sie für Beschneidung ist.

Ich kann mich jedenfalls Reinhold Messners Aussage „Religionen sind von Menschen gemacht, um Menschen zu unterdrücken.“ in der Hinsicht anschließen, dass dies heutzutage die Ausprägung der Religion ist. Die ursprünglichen Intentionen mögen durchaus andere gewesen sein, können aber nur schwerlich nachvollzogen werden.

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