Nicht viel anders, als in Duisburg standen auch in Brüssel Mülltonnen auf dem Gehweg. Auch hier wurde der Weg mitunter erheblich eingeschränkt oder blockiert.

Bei einem Gerüst in Brüssel sah ich eine LED-Lichtschlange, wo die das Gerüst anfängt. Da durch hebt sich dies optisch deutlich ab. Vielleicht etwas für Menschen mit eingeschränkter Sehkraft. Zudem fiel auf, dass das Gerüst bei weitem nicht so eng war, wie dies bei Standardgerüsten in Deutschland ist. Hier bleibt ausreichend Platz für Fußverkehr, was ich sehr gut finde.

Würde ein Cafe sich so in Deutschland verhalten, würde ich mich direkt beschweren, aber da ich vermutlich nicht so schnell wieder dort sein werde, lasse ich das. Ich finde es aber dennoch sehr dreist einen Fußgängerüberweg (Zebrastreifen) derartig stark einzuschränken nur für Tische. Ja der Platz ist knapp, das darf aber nicht zu Lasten des Fußverkehrsfluss gehen. Gerade für Ältere und Menschen mit eingeschränkter Sicht dürften sich hier schwer tun. Wobei das auch in Deutschland oft ist, dass Sachen auf den Gehweg gestellt werden, welche behindern.

Eine Baustelle war irgendwie ziemlich konfus, denn ein Schild mit Pfeil wies in die eine Richtung, der Weg geradeaus war aber ebenfalls möglich. Es war unklar, wohin die Umleitung führt. Hat mich sehr an Duisburg erinnert. Dort hat man häufig auch derartig konfuse Baustellen, die für Rad- und Fußverkehr mal nur ärgerlich, mal gefährlich sind.

Was überall in Brüssel auffiel war die hohe Toleranz für Unebenheiten, Schlaglöcher und Schadstellen in Gehwegen. So gab es Drainagen, wo die Gitter reingefallen waren und eine 10 cm breite Rinne frei lag. Ebenfalls gab es Lichtschächte im Gehweg, die mehrere Zentimeter aus dem Gehweg hervorragen. Also Träumen darf man in Brüssel definitiv nicht, da quasi beständige Stolpergefahr besteht. Ich bin mir nicht sicher, ob das Absicht oder nur mangelhafte Kontrolle ist, es gibt auf jeden Fall sehr viele Stellen.

An einigen Stellen gab es Überwege mit mehreren Ampeln, die ungünstig geschaltet waren, wobei in Brüssel, vielleicht auch deswegen, sich nicht viele Menschen zu Fuß an die rote Ampel halten. In einem Fall war man dann auf eine schmalen Verkehrsinsel auf einer Hauptverkehrsstraße gefangen. Nicht sonderlich angenehm.
