Vor über einen Monat habe ich wegen einem halb zugewachsenem Gehweg geschrieben. Nun ist der Gehweg noch stärker zugewachsen und gestern konnte ich beobachten, wie sich eine Frau mit Kinderwagen durchs Gebüsch quetschen musste. Ich bin auf der Fahrbahn gelaufen, die zu dem Zeitpunkt unbeparkt war, aber ein Parkverbot und ein Notgehweg auf der Fahrbahn existiert an dieser Stelle nicht. Auch wird der Weg nicht durch die WBD freigeschnitten und wohl auch kein Bußgeld verhangen. Auch andere Maßnahmen werden nicht getroffen.
Ich mag Grün, aber Gehwege müssen benutzbar bleiben. Der Gehweg war schon vor einem Monat nicht mehr von Menschen mit eingeschränkter Mobilität benutzbar, getan hat sich nichts zur Beseitigung, der Zustand hat sich sogar noch verschlimmert und das ist in Duisburg auch kein Einzelfall, trotz angeblich regelmäßiger Begehung scheint den Wirtschaftsbetrieben derartiger Bewuchs nicht aufzufallen. Vielleicht fahren die „Begeher“ aber zu schnell durch.
Derartige Bewuchs tritt überall im Stadtgebiet von Duisburg auf und die Stadt hat das definitiv nicht unter Kontrolle. Stattdessen will man nicht einmal Bußgelder verhängen oder die Missstände beseitigen. Soll man etwa demnächst mit Machete durch die Stadt laufen?
Dass Verwaltungshandeln über die Wirtschaftsbetrieb funktioniert offensichtlich nicht. Wenn man eine derartig schwerwiegende Störungen des fließenden Fußverkehrs hat, besteht die Pflicht sofort zu handeln und nicht erst höflichst bei der Mietheuschrecke zu betteln, dass man die Hecke doch zurückschneiden möge. Kurze Frist setzen, wenn nicht gehandelt wird, vollziehen und die Kosten aufdrücken mit Bußgeld. Und das für jeden einzelnen Fall. Anders wird das nichts. Dies gilt natürlich genauso für bundesweite Verkehrsunternehmen, welche deren Verpflichtungen nicht nachkommen.
