Was mich sehr verwundert ist der Umstand, wie wenig die Ernährung in Krankenhäusern und bei Erkrankungen eine Rolle zu spielen scheint. Jedenfalls bei der Behandlung im Krankenhaus und beim Arzt.
Natürlich erhält man ab und an bei Erkältung den Hinweis auf Flüssigkeit, aber das war es auch schon.
Anfang Dezember hatte ich einen Knochenbruch. Es gab Röntgenbilder und etwas zur Stabilisierung. Einen Hinweis gegen Thrombose, aber rein gar nichts zum Thema Ernährung. Als Patient hat man ja erst einmal andere Dinge im Kopf. Eigentlich müsste eine Krankenhaus bzw. Praxis zumindest Ernährungshinweise geben, welche eine Heilung beschleunigen könnte. Und natürlich auch einen Hinweis, was vielleicht keine so gut Idee ist. Bei einen Knochenbruch fand ich als erstes diese Seite. Klingt soweit plausibel, wobei ich die Qualität der Seite nicht zu bewerten vermag. Aber eigentlich sollte man bei der Behandlung direkt auch Hinweise bekommen, was helfen könnte und was eher schädlich sein dürfte. Ich zumindest will natürlich den Heilungsprozess beschleunigen und nach der Seite mache ich schon einiges richtig. Hätte mir nur gewünscht, dass da die Medizin mitdenkt.
Das gleiche finde ich übrigens mit Krankenhausessen. Alle scheinen das Gleiche zu bekommen, vielleicht mit Variationen nach Geschmack. Eine an die Krankheit angepasste Ernährung gibt es allerdings nicht. Dabei wäre dies der Heilung sicherlich zuträglich. Es ist natürlich zu einem gewissen Grad Eigenverantwortung, aber ein Hinweis bzw. eine Unterstützung wäre schon einmal gut.
In Fernsehsendung betont man oft wie wichtig die Ernährung für die Gesundheit ist, aber zugleich vernachlässigt man dies dann dort, wo die Leistung erbracht werden müsste.
Ich finde dies schon etwas Paradox.

Ich bin mal an einer Düsseldorfer Straßenbahnschiene gescheitert und habe mir den rechten Oberarm gebrochen. Platte rein. Schraube locker. Platte raus. Vier Monate. Zweimal Krankenhaus. Beim ersten Mal bekam ich Zettel zum Eintragen von Wünschen für Frühstück, Mittag und Abend. Für Frühstück und Abend habe ich alles eingetragen, was ich mag, weil ich dachte, ich bekäme eine Auswahl, aber ich bekam alles und war dann auch piepesatt. Mittags wählte ich vegetarisch und bekam dann auch das vegetarische Gericht. Unterm Strich war ich zufrieden.
Aber war das Essen auch förderlich zur Abstellung der Krankheit?
Ja, ich konnte nach der Narkose nach Hause laufen und mein Handy holen. Waren Hin- und zurück etwa 2 km und ich habe mich pudelwohl und satt gefühlt.