#Bahnsinn: Das Stellwerk-Problem – #DBakel

Es gibt mehrere Gründe für Verspätungen bei der Bahn (marode Infrastruktur, Defekte Züge, schlechte Planung, schlechte Haltepositionen usw.)

Ein wichtiger Grund für Verspätungen ist sind allerdings auch die Stellwerke. Man merkt dies deutlich, wenn man sieht, wie die Verspätungen sich ändern. Oft werden sie größer, manchmal auch etwas kleiner.

In den Stellwerken wird entschieden welcher Zug zuerst darf und welcher warten muss. Es mag hier vielleicht Regeln geben, die in Stellwerken zu beachten sind, allerdings kann man aufgrund der Verspätungen und der Veränderungen erkennen, dass hier kein Gesamtkonzept vorliegt. Kein Computer simuliert alle Varianten und wählt die mit der geringsten Gesamtverspätung. Vielmehr ist es so, dass jedes Stellwerk (bzw. die Personen dort) für sich entscheidet, wer Vorrang hat und wer nicht. Dadurch ist das ohnehin überlastete System der Bahn natürlich noch unzuverlässiger. Denn die Verspätungsvorhersage ändert sich mit jedem Stellwerk.

Es ist verwunderlich, dass man hier noch nicht auf elektronische Stellwerke umgestellt hat, die alle Variablen durchrechnen können und so die geringst Gesamtverspätung für ganz Deutschland erzielen können.

Oft habe ich sogar den Eindruck, dass nach Bauchgefühl statt Berechnung entschieden wird. So wurde in einem Fall eine S-Bahn vor einen RE vorgelassen, was aufgrund von Pause und einer moderaten Verspätung zu einer erheblichen Verspätung bei der Rückfahrt sorgte. Beim Start der Reise wurde davon nichts angezeigt, vielmehr wuchs die Verspätung immer mehr an.

Genauso scheint das bei Störungen zu sein, wo es erst heißt, dass der Zug kommen würde und dann plötzlich „ganz spontan“ ausfällt. Auch hier erkennt man deutlich, dass eine massive Planlosigkeit vorherrscht und Gesamtübersicht fehlt.

Und natürlich braucht ein Mensch deutlich länger für eine Entscheidung ohne die ganzen Konsequenzen überblicken zu können.

Stellwerke sind eine Ursache für Verspätungen

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