Petition gegen nächtlichen Fluglärm

Mal noch ein paar weitere Kommentare zur Petition von mir:

So schwer ist das gar nicht witterungsabhängig Rücksicht zu nehmen. Man muss einfach nur schneller steigen. Leider fliegen die Flugzeuge derzeit unabhängig niedrig und DFS berücksichtigt dies auch nicht bei den Startvorgaben.

Wo steht in der Petition denn etwas von Landeklappen?

Fakt ist jedenfalls, dass der Fluglärm auch aus 2 oder mehr Kilometern bis zum Boden dringen kann. Je nach Witterung mehr oder weniger gedämpft. Wer sich ein wenig mit dem Thema beschäftigt hat versteht auch die Mechanismen, die dazu führen.

Da liegt wohl eine Verwechselung von Flugrouten, jenen die auch beim Erlaubnisverfahren für einen Flughafen eine Rolle spielen und den Startvorgaben der DFS vor.

Wie viel Lärm am Boden ankommt hängt von mehreren Faktoren ab. Da wäre die Witterung, wie stark der Steig- bzw. Sinkflug ist und natürlich der Flugzeugtyp.

Wie man in Stanlytrack schön sehen kann, steigen die Flugzeuge unterschiedlich schnell. Und hier zeigt sich wie die Flieger nach Lust und Laune der DFS in die unterschiedlichsten Richtungen fliegen, um möglichst weite Gebiete mit Lärm zu beaufschlagen.

Was Autobahnen angeht, so gibt es hier klare Vorgaben wo man runter darf und wo nicht. Was Flugzeuge quasi machen ist einfach da runter fahren, wo sie gerade wollen, also auch quer durch die Pampa. Und die Polizei winkt dabei fröhlich rufend „macht mal“, um bei der Metapher zu bleiben.

Selbstverständlich stammt der Lärm von dort, dies wurde sogar von der DFS bestätigt, die hier bestimmte meteorologische Bedingungen anführt. Durch entsprechende Fallwinde kann Lärm durchaus zum Boden transportiert. Überhaupt hängt die Ausbreitung von Lärm sehr von der Witterung ab.

So kann man eine Veranstaltung je nach Windrichtung mal hören und mal nicht. Selbst wenn es etliche Kilometer sind.

Erwiesen durch wen ziehen Flugplätze Arbeitsplätze an?

Schallschutz an der Quelle ist immer am wirksamsten. Also hier am Flugzeug selber. Wobei es auch im direkten Umfeld des Flughafens Möglichkeiten zur Lärmreduzierung gibt. Wie zum Beispiel in Amsterdam, wo mit speziell angeordnete Wällen der Bodenschall gebrochen wird, wodurch weniger im Umfeld ankommt.
Ebenfalls eine aktive Maßnahme sind ein Nachflugverbot oder ein wesentlich schnellerer Steigflug, auch wenn es mehr Sprit verbraucht. Aber das würde ja den Flug teurer machen. So wird halt mit der Gesundheit der Bevölkerung Billigflug subventioniert.

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